Ist es nicht irgendwie kurios, dass man bei Google zwei Karten-Apps gleichzeitig pflegt? Das passiert wirklich, denn es gibt schon seit vielen Jahren Waze neben Google Maps.

Google Maps stammt von Google selbst, während Waze als ganzes Unternehmen im Laufe der Zeit hinzugekauft worden ist. Google scheint beide Apps noch langfristig nebenher laufen zu lassen, denn der Ansatz der beiden Apps ist sehr unterschiedlich. Außerdem scheint Waze in einigen Märkten sehr populär zu sein, in denen es Google Maps nicht so ist. Zum Beispiel bei unseren Nachbarn in Frankreich.

Waze ist für Google jedenfalls kein kleines Ding, wie auch die jüngste Kampagne zur Tour de France untermauern konnte.

Community: Ein gemeinsamer Ansatz der beiden Apps, nur unterschiedlich eingesetzt

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Community ein wichtiger Bestandteil ist. Bei Waze aber eher für den Straßenverkehr, bei Google Maps viel mehr für Funktionen wie Pflege von Standorten, Rezensionen etc. Teilweise muss man als Business-Inhaber den eigenen Standort gar nicht pflegen, das übernehmen die vielen Google Maps-Nutzer.

Google Maps soll eine Anlaufstelle abseits der Navigation sein. Die Nutzer sollen in Maps verschiedenste Dinge entdecken und auch damit interagieren können. Zum Zeitpunkt des Artikels baut man beispielsweise aus, dass Lieferdienste und Restaurants ihre Tischreservierungen direkt in Google Maps abwickeln können.

Waze ist viel mehr auf die Navigation ausgelegt und hat hier seine Stärken. Dazu gehören Schnellzugriffe, über die man schnell Staus, Unfälle und ähnliche Dinge melden kann. Es ist aber sogar möglich, eine Pannenhilfe zu rufen. Eine echte oder andere Waze-Nutzer. Waze informiert außerdem über das erlaubte Tempo und zeigt Blitzer.

POIs gibt es auch, aber nur in extrem rudimentärer Ausführung. Keine Rezensionen, keine Fotos oder weitere Infos sind hier zu sehen. Da ist Google Maps ganz klar vorn.

Waze für die Navigation, Google Maps für den Alltag

Ich bin mit Google Maps sehr zufrieden, bekomme aber auch hin und wieder Waze empfohlen. Ganz klar liegen die Stärken von Waze allein auf Navigation und Fortbewegung, allerdings vorrangig motorisiert. Dafür gibt es hier mehr praktische Features als in Google Maps, wie wir sie gerade aufzählten.

Google Maps bietet hingegen auch Routenführung für Fußgänger oder Fahrradfahrer an. Es gibt auf dem Kartenmaterial sehr viel mehr nützliche allgemeine Informationen und man findet im Grunde genommen alles, was man gerade suchen möchte. Waze hat zum Zeitpunkt des Artikels nicht mal Ladesäulen hinterlegt, sondern nur Tankstellen.

Schlussendlich heißt es auch hier: Selbst ausprobieren.

Links mit einem * sind Partner-Links. Kauft ihr ein Produkt bei einem Partner, erhalten wir dafür eine Provision. Der Preis für euch bleibt davon unberührt.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

Nehmen Sie an der Konversation teil

10 Kommentare

  1. Ich würde Waze gerne für die Navigation benutzen, wenn es eine Routenoptionen/Routenvorschau wie Maps hätte. Diese Ansicht ist (nach Click auf den Umleitungspfeil rechts unten) unersetzlich.

    1. Ist doch drin in waze. Einfach bevor es losgeht auf routen clicken.
      Geht auch während der Fahrt.

  2. Wir benutzen gerne Waze als Alternative zu Google Maps:
    Vorteile: Erlaubte Geschwindigkeit wird angezeigt und die Einhaltung überwacht; Auch ohne Routenführung bleibt der Bildschirm an; usw.
    Nachteil: Routenoptionen und andere Einstellungen sind schwieriger zu erreichen; Beim Befahren mancher Strecken macht das Programm zusätzlich Geräusche, die möglicherweise durch Interaktion mit Oberleitungen oder anderer elektrischer Rückkoppelung. Das ist nervig und störend.

  3. Tatsächlich empfiehlt mir meine Schwägerin (lebt in Frankreich) immer Waze.
    Ich hab’s mir angesehen, aber irgendwie kickt es mich nicht, ich finde Maps übersichtlicher und informativer.

  4. Also ich komme mit Google Maps gar nicht klar. Die Ansagen sind irreführend und oft sinnfrei. Waze ist einfach super. Die Ansagen logisch und zielführend. Selbst ohne Blick aufs Display fährt man richtig.

  5. Waze hat nur einen Vorteil: Den Blitzerwarner, den Maps uns ja leider vorenthält. Leider ist der Warner unvollständig….

    1. Nimmt mich nur wunder warum man einen Blitzerwarner braucht. Es ist halt eine Charaktersache, ob man ständig darnach trachtet die Gesetzte zu übertreten oder sie einzuhalten.

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar
Beachtet die üblichen Regeln für Kommentarspalten und seid nett zueinander. Wir speichern keine IP-Adressen der kommentierenden Nutzer. Hier entlang zur Telegram-Gruppe von Smartdroid.de

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.