Bundesliga und Partner versuchen die Fußballübertragungen zu modernisieren. Dabei wird es bald keine Geheimnisse mehr geben, was den Sport leider sehr nüchtern macht.

Jetzt müsste man meinen, dass ich als technikbegeisterter Fußballfan etwas übrig habe für die Ideen der DFL. Aber nein, so richtig begeistert bin ich nicht. Die neuen Ideen, deren Umsetzungen man gerade plant oder sogar schon testet, empfinde ich als negativen Einfluss auf das Fußballerlebnis vorm TV. Ich möchte nicht jedes Detail kennen und alles bis ins Letzte analysiert haben.

Lässt die Technik jede Emotion kalt?

Es macht doch vor allem den Reiz aus, nicht alles zu wissen, sondern auch mal emotional über die Geschehnisse diskutieren zu können. Wir sehen das schon beim VAR, wie sehr hier Emotionen vorm Fernseher und live im Stadion genommen werden, auch wenn das Spiel dadurch angeblich etwas fairer ist. Telekom und der Club aus Köln haben jetzt neue Dinge getestet.

Dazu gehört tatsächlich eine Bodycam. Was man sieht, sind verwackelte und hastige Abläufe, die kaum etwas erkennen lassen, außer durch die Luft fliegende Arme. Für die neue Generation der Zuschauer sei das aber unbedingt notwendig, um die junge Generation mehr ins Spiel zu holen. Das ganze Leben ist ein Reel.

Gut, dass man rund um die Kameras immer weiter ausbaut, das ist nicht neu. Gerade auf internationalem Niveau sind in den vergangenen Jahren zum Beispiel neue Highend-Filmkameras zum Einsatz gekommen, die keine neuen Bilder zeigen, aber dafür eine ganze andere Qualität. Es kommt nicht von ungefähr, dass Abopreise für TV-Zuschauer steigen.

Hören, was Spieler sagen und Interviews während des Spiels

Man will bei der DFL sogar On-Field-Interviews während des Spiels per Drohne machen. Vor einem Freistoß zum Beispiel. Ich habe seltenen einen kurioseren Einfall gehört. Zumal schon Interviews direkt nach dem Spiel seit Jahren zeigen, dass die Spieler geschult sind und fast ausschließlich triviale Kommentare abgeben.

Spannender sind da vergleichsweise verkabelte Spieler. Auch das hat man beim Telekom Cup gerade getestet. Wie eingangs erwähnt, finde ich das zu intim. Dadurch wird das Spiel in jeder Facette komplett geöffnet, was ich irgendwie nicht mag. Ich will und muss nicht jedes Detail mitbekommen. Für die WM sind zum Beispiel Kabinenkameras geplant.

Video zeigt verkabelte Spieler, Bodycam und Immersive Replay

Das waren nur Testläufe. Aber ich bin mir sicher, die Verantwortlichen werden sich für eine großflächige Umsetzung einsetzen, denn am Ende sind damit auch die Bildrechte noch umfangreicher vermarktbar.

Gerne mal in die Kommentare mit eurer Meinung, ob man den technischen Fortschritt wirklich jede Facette des Fußballs integrieren muss.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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