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Wenn WhatsApp einfach abgeschaltet wird, passiert gerade in Brasilien

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Unsere heutige Kommunikation beschränkt sich zum großen Teil auf unsere Mobilgeräte und damit kommuniziert der größte Teil der Nutzer über den WhatsApp Messenger. Aber was ist eigentlich, wenn der Dienst einfach abgeschaltet wird? Kann nicht passieren oder nur für ein paar Minuten aufgrund eines Serverausfalls? Ne, kann sehr wohl passieren und das tut es gerade in Brasilien. Dort konnte vor Gericht zumindest eine kurzweilige Abschaltung durchgeboxt werden, WhatsApp ist für 48 Stunden außer Gefecht.

Provider wollen Geld

UPDATE: Die jetzige WhatsApp-Sperre basiert nicht auf dem Streit mit den Providern, sondern weil WhatsApp diverse Nutzerdaten aufgrund strafrechtlicher Verfahren nicht freigeben wollte und konnte. Hier heißt es also Staat vs WhatsApp/Facebook. Der von mir beschriebene Fall ist aber nach wie vor laufend und das schon seit einiger Zeit.

Der Kläger wird übrigens geheim gehalten, doch er scheint mit den Providern des Landes unter einer Decke zu liegen. Und warum wird geklagt? Man fühlt sich von WhatsApp hintergegangen und vor allem um das eigene Geld betrogen. Die Provider müssen für jede ausgestellte Rufnummer angeblich eine staatliche Gebühr abdrücken, WhatsApp wiederum nutzt die Rufnummern der Nutzer für deren Konten und bietet darüber kostenlos Telefonie und Messaging an. WhatsApp soll doch aber bitte auch Geld abdrücken, wenn sie schon die durch die Provider ausgestellten Rufnummern nutzen.

Und wenn man kurz über den Sachverhalt nachdenkt, dann haben wir in Europa sogar eine recht ähnliche Situation. Auch hier wird schon seit längerer Zeit gefordert, dass sich Google, Facebook und Co an den Kosten der Provider für die Netzinfrastruktur beteiligen. Die Konzerne sorgen für steigenden Traffic, verdienen damit auch noch Geld (Werbung, etc.) und beteiligen sich in keinster Weise an den nötigen Grundlagen dafür.

Telegram freut sich

Sie es drum, irgendwer profitiert natürlich auch davon, wenn WhatsApp abgeschaltet wird. In diesem Fall ist es die Konkurrenz Telegram, in kürzester Zeit gab es 1,5 Millionen neue Nutzer und die Zahl steigt. SMS werden in diesen 48 Stunden sicher auch wieder ausgiebig genutzt.

(via TechCrunchAndroidpolice)

8 Kommentare
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8 Comments

  1. Paul

    17. Dezember 2015 at 14:29

    Threema!

    • Marc

      17. Dezember 2015 at 19:42

      Signal!
      Dort ist die Sicherheit verifizierbar und es ist außerdem kostenlos.

  2. Freetagger

    17. Dezember 2015 at 14:39

    Es läuft im brasilianischen Fernsehen aktuell nichts anderes :D Viele nutzen jetzt einen VPN um Whatsapp weiter zu nutzen.

    • Denny Fischer

      17. Dezember 2015 at 14:51

      Staatstrauertag bestimmt :D

    • Freetagger

      17. Dezember 2015 at 15:04

      Solange die tanzen können ist alles fein.

  3. KeyserSoze

    17. Dezember 2015 at 16:29

    Andere Meldungen behaupten, das die Sperre wegen verweigerter Herausgabe
    von Inhalten an die Regierung/Behörden erfolgte, zum Beispiel:

    http://www.golem.de/news/brasilien-kein-whatsapp-fuer-48-stunden-1512-118068.html

    • Denny Fischer

      17. Dezember 2015 at 16:44

      und die haben auch Recht, da hätte ich meine Quelle mal besser gegen checken sollen. Der Streit mit den Telcos ist an anhaltender Nebenschauplatz aber nicht der Grund für Sperre. Danke für den Hinweis

  4. Thomas

    17. Dezember 2015 at 17:34

    Ich habe nur eine Person, mit der ich täglich Dutzende Male schreibe. Und die kann ich per WhatsApp, Hangouts, Facebook Messenger und Telegram erreichen. Man sollte sich nie nur auf ein System verlassen.

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