RCS ist auf dem Vormarsch, der moderne Nachfolger der SMS wird besonders von Google weltweit stark gepusht.

Google hat schon vor einigen Jahren sein eigenes RCS-Projekt vorgestellt und schon damals große Pläne gehabt. Heute setzt man diese um. Zum Beispiel mit der eigenen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den SMS-Nachfolger bei Verwendung der Google Messages-App. Oder auch mit einer standardisierten weltweiten Bereitstellung, an der vorher schon die Netzbetreiber kläglich gescheitert sind. Mit diesen arbeitet Google jetzt sehr eng zusammen, um die SMS weitestgehend obsolet zu machen.

Google will die SMS mit RCS verdrängen

Wie man jetzt ankündigt, arbeitet Google in den USA mit sehr großen Netzbetreibern zusammen, um die eigene Messages-App als neuen Standard auf allen Android-Telefonen zu etablieren. Nutzen die Leute die App und haben RCS durch ihren Netzbetreiber und Google freigeschaltet, kommt automatisch der neuere Standard anstelle der SMS zum Einsatz. RCS kann weitestgehend so viel wie WhatsApp und Co., braucht nur kein Benutzerkonto oder anderweitige Registrierungen.

RCS über Google Messages funktioniert quasi direkt mit der Ersteinrichtung des Android-Smartphones und ist in der Handhabung genauso einfach wie die SMS. Aber mit deutlich mehr Funktionen und wesentlich weniger Einschränkungen. Deshalb könnt ihr jedem Android-Kontakt schreiben, ohne euch vorher auf einen gemeinsamen Messenger verständigen zu müssen, wie es bei Telegram, WhatsApp, Signal, etc. notwendig wäre. Apple-Nutzer kennen diesen Vorteil durch iMessage und FaceTime.

Google Messages: Was es bedeutet, eine Chatnachricht zu versenden

RCS kommt auch in Deutschland längst voran, die drei Netzbetreiber schalten die Funktionen in ihren Netzen frei. Auch kleinere Untermarken wie Congstar sind längst mit dabei und treiben den Rollout voran. Messages ist ohnehin auf den meisten Android-Smartphones vorinstalliert und oftmals auch schon die Standard-App ab Werk für SMS und jetzt auch RCS. Derweil stattet Google seine App mit immer mehr Funktionen aus.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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6 Kommentare

  1. Solange Apple nicht mitspielt, wird sich in Deutschland keine nennenswerte Gegenbewegung zu WhatsApp formieren. In den USA ist der Anteil der iPhone User bei den Jugendlichen deutlich über 80% und die benutzten iMassages untereinander.
    Ich würde gerne von WhatsApp weg, aber zuviele Kontakte nutzen ein iPhone, daher bleibt WhatsApp leider weiterhin Zwang.
    Schade.

    1. Tipp: Mit Signal gibt es eine performante und sichere Alternative, die WhatsApp in nichts nachsteht und sowohl unter iOS als auch unter Android läuft.

    2. Wie du schon selber sagtest „in den USA“…. willkommen in Deutschland:D Android hat hier momentan ein Marktanteil von ~70 Prozent, ich glaube die können hier einiges bewegen.

  2. Der Samsung SMS-App hat auch RCS integriert. Ich glaube das gilt auch für andere Herstellerspezifische SMS-Apps.

  3. Interessant ist, dass Apple längst RCS benutzt, und zwar in iMessage. Nur eben halt noch auf eigene Geräte beschränkt.

  4. Mein Nokia 7 + hat in der Google App Messages>drei-Punkte Menü>Einstellungen>Allgemein>Chatfunktionen > den Hinweis:
    „Für dieses Gerät sind keine Chatfunktionen verfügbar. Diese Funktion wird von deinem Gerät momentan nicht unterstützt. Dann folgt ein Link „Weitere Informationen“, der zu „Chatfunktionen in Messages aktivieren“, aber zu keiner Klärung führt.
    Was ist nun entscheidend?
    Muss die App erst „aufgemöbelt“ werden?
    Ist das Gerät ungeeignet?
    Ist der Mobilfunk-Anbieter Congstar verantwortlich?
    Oder was sonst noch?
    Übrigens, „Signal“ funktioniert prima.

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