Motorola, Nokia und auch Xiaomi waren Teil von Android One, aber selbst Google hat daran längst kein Interesse mehr.

Vor einigen Jahren führte Google mit Android One ein durchaus interessantes Programm ein, das allerdings nicht sonderlich viele Geräte hervorgebracht hatte. Die Idee von Google war es, dass auch andere Hersteller mehr Geräte im Portfolio haben, die Android ganz im Sinne von Google anbieten. Das hat kurzzeitig für ein paar Hersteller funktioniert. Aber aus nachvollziehbaren Gründe nicht auch über einen längeren Zeitraum. Jetzt gibt es ein paar mehr Details.

Android One erlaubte keinerlei eigene Identität

Wie ein geschätzter Kollege informiert, sind die Vorgaben für Android One viel zu eng gestrickt. Jedenfalls so, dass es für die Hersteller nicht sonderlich attraktiv ist. Google soll sogar Einfluss auf das Design der Geräte gehabt haben und wie sie in die Märkte eingeführt werden. Außerdem durften OEMs nur fünf eigene Apps vorinstallieren und diese mussten von Google freigegeben werden. Das ist nett für den Kunden, aber nicht attraktiv für die Hersteller.

Hersteller wollen lieber eigene Geräte bauen und keine Google-Phones

Da stellt sich die Frage, warum ein Smartphone-Hersteller hier mitmachen sollte? Schaut man heute auf den Markt, sind insbesondere die Alleinstellungsmerkmale der entscheidende Faktor für viele Android-Hersteller. Dazu gehört längst auch die eigene Software, die zusätzlich zu Android installiert ist und dem Nutzer weitere Funktionen bietet. Außerdem haben die Hersteller sicherlich Freude daran, über Design und andere Faktoren selbst zu entscheiden.

Inzwischen hat auch Google kein Interesse mehr an Android One. Mit den eigenen Pixel-Smartphones bedient man die gewünschten Kunden in mehreren Preisklassen längst selbst. Android One wird nun schon länger nicht mehr gepflegt und langjährige Partner haben sich auch nahezu vollständig aus dem Programm verabschiedet. Die vor einigen Monaten veröffentlichte Aussage, Android One würde weiterhin wachsen, entpuppte sich sofort und auch langfristig als Lüge.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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4 Kommentare

  1. Umwelt- und Klimaschutz durch längere Software Updates? Pfff.
    Identität und Marketing-Quatsch ist einfach wichtiger. So siehts aus. #greenwashing

  2. Ja echt schade und das Google selbst Geräte bei okay aber preisgünstig sind die nicht gerade 350€ aktuell das günstigste gerät…
    Mit Android One gab es Geräte die für ca 100€ verkauft wurden…

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