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Angeblich viele Smartphone-Nutzer von Schadprogrammen betroffen

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Mehr als jeder dritte Smartphone-Nutzer soll zuletzt mit Schadprogrammen zu tun gehabt haben, wobei bei diesem Thema insbesondere Android im Fokus steht. Es ist nämlich weiterhin relativ einfach bei Android neue Apps zu installieren, die entweder mit unseriöser Werbung vollgepumpt oder sogar tatsächlich böswillig sind. Laut Bitkom haben 35 Prozent der befragten Nutzer innerhalb der letzten 12 Monate mit Schadsoftware zu tun gehabt.

Leider wirkt die Umfrage auf mich schon fast unseriös, deckt sie nämlich nicht im Detail auf, was die befragten Nutzer als „Schadprogramm“ verstehen. Im Grunde kann über die App-Stores der Smartphone-Hersteller keine bösartige Software bezogen werden, schädliche Software schaft es dort nur selten rein und wird meist schnell erkannt bzw. entfernt. Gelten also schon Apps mit Werbung als „Schadprogamm“?

„Bösartige Software versteckt sich häufig in scheinbar harmlosen Apps“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. „Bei der Installation dieser Apps infiziert sie dann automatisch das Smartphone.“ Gut sechs von zehn Smartphone-Nutzern (63 Prozent) waren in den zurückliegenden Monaten hingegen nicht betroffen.

Man müsste meines Erachtens schon ein paar mehr Details hinterfragen, um Aussagen wie folgende treffen zu können: „Jeder dritte Smartphone-Nutzer von Schadprogrammen betroffen“.

Die Fragestellungen lauteten: „Wurde Ihr privat genutztes Smartphone in den vergangenen 12 Monaten mit Schadprogrammen, wie z.B. Viren oder Trojanern, infiziert?“

Ob die befragten Nutzer überhaupt darüber ein Urteil fällen können, also ein Schadprogramm als solches identifizieren oder nur regelmäßig unseriösen Werbeanzeigen auf den Leim gegangen sind, wird dabei gar nicht erst hinterfragt.

Unerfahrene Nutzer werden das Ergebnis der Umfrage falsch deuten, ihre Geräte mit Virenscanner zuballern und sich dann über schlechte Systemleistung und sinkende Akkuleistung beschweren.

Google entkräftet Umfrage
Google hat aktuelle Zahlen zu schädlichen Android-Apps veröffentlicht. Eine Gefahr besteht demzufolge keine oder nur eine sehr geringe. Dadurch bestätigen sich unsere Zweifel an der Umfrage.

Wir hatten zuletzt das Thema wegen einer E-Mail-Erpressung. Ich wurde sogar angerufen, weil die Nutzer nicht wussten, wie sie die drohenden E-Mails einzuordnen haben.

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