BMW verzichtet auf Android Auto

Man kann es sich als Autohersteller relativ einfach machen und Apple CarPlay sowie Android Auto anbieten, doch BMW verzichtet zumindest auf die Integration des Google-Systems. Klingt im ersten Moment schon etwas komisch die ganze Story, denn warum setzt man auf Apple CarPlay als Option und verzichtet zugleich auf Android Auto? Vermutlich weil BMW in Zukunft auch auf das Apple-System verzichten wird.

In einem Interview mit TechCrunch wurde deutlich betont, dass BMW verstärkt auf ein eigenes System setzt und dieses für die Zukunft ausbaut. Unter anderem weil man selbst volle Kontrolle über Funktionen und User Interface hat, was besonders für Produkte im Premiumsegment wichtig sei.

Wer also einen BMW kauft, der soll ein komplettes Paket von BMW erhalten und nicht einzelne Bestandteile von fremden Unternehmen. Deshalb muss der Nutzer aber nicht auf Personalisierung der Software verzichten, dafür hat der Autobauer eine eigene Cloud samt Synchronisierung.

Ein eigenes App-System (A2A) ist ohnehin im Fokus des bayrischen Autobauers, so will er seine ConnectedDrive-Plattform für Entwickler öffnen. Dank einer solchen Plattform muss der Nutzer in Zukunft also nicht auf seine Apps verzichten, nur weil Android Auto nicht nutzbar ist.

BMW gibt sich also nicht einfach Google und Apple hin. Man überlässt denen das Auto nicht kampflos. Empfinde ich als eine gute Einstellung, gerade auch weil BMW aus Deutschland stammt und wir bei solchen Themen ja sonst immer „hinten dran“ sind.

Bei den Sprachassistenten arbeitet man allerdings mit Amazon, Microsoft und Co zusammen.

  • Joe Reik

    Kann man so oder so sehen… ;)
    Vermutlich verdient BMW an dem eigenen System am Ende doch mehr und auch bei Updates sowie Funktionserweiterungen kann man besser abkassieren da auch nicht mehr direkt mit den anderen Systemen vergleichbar. Unsere Autobauer sind langsame Dinos die bei IT-Themen auch in Zukunft immer hinten dran sein werden, aber schaffen es trotzdem weiterhin für quasi „schlechtere“ Technik (Funktionen,…) mehr zu kassieren als vergleichbare Techniken im „freien“ Markt (fängt ja schon bei den Autoradios & Multimediasystemen an). Man könnte zB in Autoradios ein „Smartphone“ für ein paar hundert Euro integrieren (plus Verstärker) das wesentlich mehr kann als die Autoradios der Autohersteller die für ein paar tEUR verkauft werden.

    • 70 Euro Tablet rein, fertig :P

      • Patrick Kleinert

        Stimmt 😂🤣

  • Ich schließe mich hier Joe vollkommen an, sehr schade. Hatte bei meinem kommenden BMW schon drauf gehofft.

  • Harry Röder

    Ich finde es ist eine Schande was BMW „leistet“ im Bezug auf Android. Ich habe einen 2016er 4er Gran Coupe mit ConnectedDrive und ein Samsung S8+. Die ConnectedDrive „Services“ sind für 300 € im Jahr nicht billig, aber dafür gibt es NULL Kompatibilität zu meinem Smartphone. Warum auch, das ist ja neu. Verbindungen über Remote Services nicht möglich, nur USB und dann lediglich Spotify, wobei das dann über Bluetooth verbindet und man keine Playlists o.ä. anwählen kann. Also muss man in einem 60.000 € Auto immer schön ans Handy greifen, was beim Fahren wie bekannt ja sehr sicher ist. Die BMW Connected App aus dem Playstore wird nicht geupdatet, stürzt ständig ab und legt das Handy lahm. Selbst die BMW Drivers App kann man nicht installieren. Bei Apple Devices alles kein Problem. Da liegt die Vermutung nahe, die Kunden mit TV Werbung anzulocken um dann zu erklären „mit Android geht das leider nicht“. Schämt Euch BMW! Ich halte es für ganz extrem dumm 81% der Handy Nutzer zu ignorieren um sich auf 15% Apple User zu konzentrieren. Der Rest mit Wndows Phones wird wahrscheinlich auch blöd aus der Wäsche schauen. Das war sicher mein letzter BMW. Technologisch ein Desaster…