Ein neuer Polestar 2 offenbart ein Problem der Elektroautos und ihren Vorsprung

Polestar 2 1

Polestar und andere Elektroauto-Firmen bauen immer wieder bessere Fahrzeuge und das im Eiltempo.

Polestar 2 hat sein bisheriges Zugpferd erneut verbessert, eine neue Generation des Polestar 2 kommt mit etwas mehr Reichweite und anderen Neuerungen. Zugleich sehen wir dabei ein großes Problem der aktuellen Elektroautos, denn der Fortschritt ist schnell und ein neues Auto ist auch ganz schnell wieder veraltet.

Polestar baut kein neues Auto, keinen neuen Antrieb und hat auch sonst keine Tricks auf Lager, kann aber beim Polestar 2 erneut die Reichweite erhöhen. Der Long Range Single Motor kommt jetzt auf 659 Kilometer Reichweite (WLTP). Das ist nochmals etwas mehr und kommt einer schon fast magischen Grenze von 700 Kilometern immer näher.

Es gibt wohl auch ein paar neue Optionen, aber die sind weniger interessant. Spannender ist eigentlich, dass man innerhalb weniger Jahre die Effizienz des mehr oder weniger selben Fahrzeugs immer wieder verbessern konnte. Ärgerlich ist jedoch, wenn man sich gerade einen neuen Polestar 2 (2024) holte und im Herbst ist die 2025er Generation schon verfügbar.

Die schnelle Entwicklung ist ein Vorteil und ein Nachteil zu gleich. Deshalb tue ich mich persönlich auch mit einem Kauf so schwer und will mich derzeit noch nicht langfristig an ein Modell binden.

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7 Kommentare zu „Ein neuer Polestar 2 offenbart ein Problem der Elektroautos und ihren Vorsprung“

  1. Polestar Long Range Single Motor (2024) WLTP: 654 km
    Polestar Long Range Single Motor (2025) WLTP: 659 km

    Polestar Long Range Dual Motor (2024) WLTP: 591 km
    Polestar Long Range Dual Motor (2025) WLTP: 596 km

    –> 5km mehr Reichweite, somit ca. +0,8% :-)

  2. Meine Überlegung für den Kauf eines Elektroautos war: welche Reichweite brauche ich tatsächlich für den täglichen Gebrauch? Müssen es unbedingt 400 oder mehr Kilometer sein, nur für den Arbeitsweg und die üblichen Fahrten? Ich habe mich deswegen bewusst für einen kleinen und somit leichten Akku entschieden. „Zur Not“ hat das Auto einen Schnelllader.
    Mir macht das elektrische Fahren so viel Spaß, dass ich froh bin, nicht länger gewartet zu haben. Zudem war es wesentlich günstiger als der identische Verbrenner (gebraucht gekauft).

  3. Reichweitenwahn…..
    das Einzige, was einer erfolgreichen Elektromobilität im Wege steht, ist die ständige Reduktion des Ganzen auf die Reichweite!
    Wer im Alltag ein E-Auto bewegt, wird bestätigen, dass in 95 % der Fälle die Reichweite egal ist.
    Ich habe kaum 180 km Reichweite und komme ohne Stress auch ohne Wallbox zu Hause aus.
    Für den Urlaub leihe ich 2x im Jahr einen Diesel-Kombi

    1. Meine Frau und ich hatten jetzt schon das zweite Mal den älteren Polestar 2 für die Urlaubs-Langstrecke (Karlsruhe-Insel Rügen) für jeweils 17 Tage gemietet (Hertz,Europcar). Wir sind von diesem Auto restlos begeistert und empfanden es – gerade auch auf der (deutschen)Langstrecke – als nahezu perfekt. Immer wenn der Akku unter 50 % war, luden wir bei der nächsten Lademöglichkeit wieder auf. Völlig problemlos – trotz „nur“ Reichweite von 350-400 km. Bei Urlaub im Ausland (mit wenigen Ausnahmen) würden wir aber auch wohl eher Diesel oder Benziner mieten. Der Polestar 2 ist das ideale Auto, um von der Elektromobilität überzeugt zu werden: eine tolle, spaßige und Laune machende Fahrmaschine in chicem höhergelegtem „Kleid“, sehr gut verarbeitet und mir einen riesigen Kofferraum. Nur die Verkehrszeichenerkennung ist fast nicht gut zu gebrauchen…

  4. Was hier als Problem beschrieben wird, ist der Trugschluss, den viele Menschen betrifft.
    Nach schon etwas älteren Studien, zeigte sich, daß der Mensch etwas neues Unbedingt haben möchte und nach drei Monaten ist die Freude dann vorbei.
    Ich weiß viele sagen jetzt, ich fahr meine alte E-Kiste immer noch gern.
    Das ist es aber nicht, was damit gemeint ist.
    Sondern man/Frau schaut auf das Neue, was gerade um die Ecke kommt.
    Und wenn es nur 5km Unterschied ausmacht.
    Das sind technisch Welten, für den Verbraucher irrelevant.
    Warum fahren viele noch heute ein Model S, obwohl von den ehemals ca. 560 bis 650 km nur noch 400 übrig sind. Weil es reicht.
    Das wichtigste aber, man sollte sich nicht von einem Gebrauchsgegenstand nicht vereinnahmen lassen. Also das Auto, nicht die Frau/Mann. Kleiner Scherz.

  5. Moin,
    also ich finde die Änderungen gut! Die Mehr-Reichweite ist wirklich gering ausgefallen, ich denke das fällt nicht ins Gewicht – aber gerade für Neueinsteiger in das Auto, die eben nicht alle Pakete benötigen, ist das Auto attraktiver geworden!

    Viele hat oft nur das bessere Soundsystem zum Plus-Paket, bzw. das Matrix-LED Licht zum Pilot-Paket gedrängt -> beides jetzt einzelne Ausstattungen.

    Die neuen Farben sollen auch direkte Updates für die bisher absatzschwächsten Lackierungen sein, da musste man fast schon etwas machen.

    Das Pro-Paket ist eine nette Option – die Felgen hat man in Farbe 1 schon im MY2024 bestellen können, da hat man jetzt mehr Auswahl und ein paar Goodies mehr (Gurte und Ventilkappen) als nur die Felgen.

    Dazu das Nappalederpaket in Schwarz war denke ich auch oft angefragt.

    Die ausstattungsabhängige Mittelkonsolen-Abdeckung lässt sich sehr einfach auswechseln auf Wunsch, das werde ich denke auch übernehmen.

    Allen in allem, hätte es bei meiner Konfig bspw keinen Unterschied gemacht – 2024 Long Range Dual Motor, Plus und Pilot mit 20″ und ohne Nappaleder.

    Und Änderungen in diesem Umfang sind auch bei vielen Verbrennern die Regel, man muss nur bei Audi Modelljahrwechseln mal genauer die Unterschiede anschauen.

    Jedoch finde ich die aktualisierte Batterie im Standard Range Model cool, da gibt es auch eher einen realistischen Reichweitenunterschied.

    Grüße

  6. Meiner Ansicht nach sind das nur vorgeschobenen Argumente. Als ich damals das Model Y zur Probe gefahren bin, war ich direkt überzeugt. Mich interessiert es heute echt Null, dass die aktuelle Revision ein paar Kilometer weiter kommt. Das wird erst zu einem Argument, wenn ich dadurch auf langen Strecke weniger laden muss. Nur dafür muss die Steigerung schon bei mindestens 30% liegen.
    Ansonsten: Meiner Ansicht nach kann man nicht genug Reichweite haben. Umso flexibler kann man auf schwankende Strompreise reagieren und um so komfortabler legt man längere Strecken zurück. Wir hatten zb in Belgien mal Pech mit einem Supercharger, der einfach nicht mehr als 30 kW abgeben wollte. Also sind wir einfach weiter gefahren und haben in den Niederlanden geladen. Positiv überrascht wurde ich dabei von den gerade mal 19 Cent pro kWh.
    Und zu Hause kann ich umso mehr PV-Überschuss laden, umso mehr Kapazität der Akku hat. Falls das also mal der Fall sein sollte, würde ich auch einen 200 kWh Akku völlig ok finden. Dann kann auch jemand, der mit dem Wohnwagen Urlaub macht, in Ruhe durch die Alpen düsen.
    Jedenfalls kommt es eh irgendwann dazu, dass man sich ein neues Auto holt. Und dann holt man sich das, was eben gerade verfügbar ist. Macht man ja bei anderen Elektroartikeln auch nicht anders. Ich mein wenn mein TV kaputt ist, zögere ich auch keine 3 Jahre, nur weil der Nachfolger noch ein bisschen heller ist. Ich brauche ja jetzt Ersatz.

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