Google hat sich für einen zuerst eher unpopulär wirkenden Schritt entschieden, der aber eigentlich doch eine ganz gute Idee scheint. Jedenfalls ist das der Fall, wenn man gerne das Smartphone mit einer Hand bedient. Schon bei OnePlus hat man das in den letzten Monaten zumindest teilweise erkannt und umgesetzt. Das geht aber noch besser, wie wir finden. Es wäre vielleicht gar nicht schlecht, wenn deutlich mehr Apps das „Samsung-Design“ bekämen.

Das ist natürlich nur ein Gedankenspiel. Doch ich möchte gerne die Vorteile beleuchten. Samsung setzt mit seiner One UI um, dass Systemeinstellungen und Samsung-Apps einen sehr großen Header besitzen. Dieser ist zum größten Teil ungenutzter Platz, wodurch allerdings die bedienbaren Inhalte auf dem Bildschirm weit nach unten rücken. Das sorgt dafür, dass die Inhalte deutlich näher zum Finger kommen und somit leichter erreichbar sind. Sobald man scrollt, wird wieder der gesamte Bildschirm ausgenutzt.

UI-Design trotzt riesigen Displays: Samsung als Vorbild für andere Android-Marken?

Natürlich sieht das angepasste Google Messages (Download) jetzt erst mal aus wie eine Samsung-App. Doch womöglich überwiegen die Vorteile. OnePlus hatte schon etwas eher damit begonnen, diesen Style leider dann doch sehr inkonsequent abzuschauen. Im Bereich der Systemeinstellungen ist nur die Startseite wie bei Samsung gestaltet. Aber keines der zahlreichen Untermenüs verfolgt diese Leitlinie. Das könnte man aufseiten von Google natürlich etwas konsequenter machen. Diesen Plan verfolgt man für Android 12 schon längst. Siehe:

Richtig konsequent wäre jetzt noch eine Umsetzung des neuen Styles für möglichst viele der Google-Apps. Überall da, wo es vielleicht wirklich Sinn ergibt, die Inhalte leichter erreichbar zu machen. Tatsächlich steht diese Möglichkeit durchaus im Raum, da Google sicherlich das Android-System und die eigenen Apps auf einer gemeinsamen Linie haben möchte. Nicht jedes gegenseitige Copy & Paste der Hersteller ist schlecht, wie dieses Beispiel zeigt.

Links die Messages-App im herkömmlichen Look und rechts nach dem Vorbild der One UI:

Bislang gibt es die Anpassung and die One UI offiziell nur für Samsung-Geräte und nur bei einer einzigen Google-App. Aber vielleicht denkt man bei Google schon längst darüber nach, worüber wir gerade geschrieben haben?

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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3 Kommentare

  1. Sinnvoll ist so ein ungenutzter oberer Bereich aus meiner Sicht nur, wenn er beim Scrollen nach unten dann doch genutzt wird. Ist das bei Samsung der Fall? Sonst ist es eine unnötige Beschneidung des sichtbaren Bereichs.

    1. Ja, das ist bei Samsung der Fall. Wenn man dort in den Settings z.B. nach unten scrollt, dann verschiebt sich der sichtbare Bereich bis ganz nach oben bis unter die Benachrichtigungsleiste.

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