Schon vor einer Weile ist bekannt geworden, dass Google und Samsung für RCS-Messaging miteinander zusammenarbeiten. Google stellt seine Chatfunktionen, die in erster Linie in der eigenen Messages-App angeboten werden, auch für die Nachrichten-App von Samsung zur Verfügung. Die Nutzer mit Galaxy-Smartphone müssen sich also nicht umgewöhnen, können ihre bisherige SMS-App auch für RCS-Nachrichten verwenden. Jetzt geht es los, berichten die ersten Nutzer.

Konkurrenz für WhatsApp und Co.: Woran die Netzbetreiber bislang scheiterten

Google rollt RCS in einer eigenen Variante seit ein paar Wochen weltweit aus, auch deutsche Nutzer können von den neuen Chatfunktionen profitieren. RCS soll sich mal so entwickeln, dass es wie die SMS kompatibel mit quasi allen Android-Geräten ab Werk ist. Netzbetreiber sind mit eigenen Apps schon vor einer halben Dekade gescheitert, Google geht das Thema neu und unabhängiger an.

Was kostet RCS: Ist der SMS-Nachfolger von und mit Google eigentlich kostenlos?

Anders als beim eigentlichen RCS-Standard, der nun schon seit vielen Jahren am Markt ist, hat Google noch einiges mehr in Eigenregie vor. Hierzu gehört die Erweiterung in Form der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die der „originale“ RCS-Standard eigentlich gar nicht bietet. Mit dem universellen RCS-Profil und entsprechendem Backend sollen Netzbetreiber außerdem umgangen werden können.

RCS: Google beginnt mit der Verschlüsselung seines Android-Messengers – der entscheidende Vorteil

Die Bereitstellung der Chatfunktionen in der Samsung-App lief gerade erst an, deutsche Nutzer werden sicherlich wieder eine Weile warten müssen. Eine Ankündigung für den Rollout hat es bislang auch noch nicht gegeben. Grundsätzlich verlangt die Bereitstellung der Chatfunktionen viel Geduld, auch deutsche Nutzer mit Tarifen von Drittanbietern müssen sich gedulden.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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3 Kommentare

  1. Mal im Ernst: Das Ganze läuft letztendlich über die Provider, die sich dafür kräftig entlohnen lassen, nämlich – siehe Telekom – für jede einzelne Nachricht die Gebühr für eine SMS abkassieren (wollen).

    Wenn ich meinen täglichen Chatverkehr über WhatsApp und Threema so anschaue, kämen da monatlich Unsummen zustande. Wieso also sollte man auf RCS umsteigen? Um den rosa Riesen zu füttern?

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