Die 2. Generation des Google Nest Hubs wird noch smarter, denn der enthaltene Radar-Chip kann jetzt auch zwischen Schlafphasen unterscheiden.

Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen der ersten und der zweiten Generation des Google Nest Hubs ist der Schlafsensor, der bei erst dieses Jahr eingeführten Neuauflage des Smart Displays am Start ist. Der Soli-Chip – die beispielsweise auch für Handgesten beim Pixel verantwortlich ist – kann vom Nachttisch aus völlig kontaktlos ein Auge auf die schlafende Person daneben werfen.

Zwar gab es bis jetzt schon einige Infos zur Nachtruhe, die auf Basis dessen ausgewertet wurden, Google will die Möglichkeiten mit einem Update jedoch voll ausschöpfen und so einen Überblick über das Schnarchen, Husten oder die Schlafumgebung allgemein geben. Zwar ließen sich einige der wichtigsten Erkenntnisse über den Schlaf aus dem Gesamtschlafplan und der Schlafdauer einer Person ableiten, aber das allein „erzählt nicht die ganze Geschichte“, heißt es im Entwickler-Blog von Google.

Bild: Google

Nest Hub kann jetzt zwischen Schlafphasen unterscheiden

Die größte enthaltene Neuerung erlaubt dem Nest Hub (2. Gen), zwischen leichten, tiefen und REM-Phasen zu unterscheiden, durch die jeder Mensch bei einer regulären Mütze Schlaf etwa alle 80 bis 120 Minuten wechselt. Dafür habe man Daten aus mehr als 10.000 Schlaf-Sessions verwendet, um den Algorithmus schlauer zu machen, als nur zwischen wach und schlafend zu differenzieren.

Um seinen Schlaf besser zu verstehen, sei es jedoch auch wichtig zu wissen, warum es möglicherweise zu Unterbrechungen käme. Zwar wurden vorher die Mikrofone bereits benutzt, um Schnarchen und Husten aufzunehmen, allerdings werden diese Informationen nun mit denen vom Soli-Chip kombiniert, um sicherzugehen, dass sie auch vom eigentlichen Nutzer stammen.

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Audio-Rohdaten landen nicht auf Google-Servern

Das aktualisierte Modell verwende weiterhin ausschließlich eine geräteinterne Audioverarbeitung mit „datenschutzfreundlicher Analyse“, wobei keine Audio-Rohdaten an die Server von Google gesendet werden. Der Nutzer könne dann entscheiden, ob er die Ergebnisse der Verarbeitung (wie die Anzahl der Husten- und Schnarchminuten) in Google Fit speichern möchte, um sein nächtliches Wohlbefinden im Laufe der Zeit zu beobachten.

Google will Nest Hub mit Fitbit verbinden – geht es jetzt doch um Daten?

Google lässt sich seine Bemühungen, euch einen besseren Schlaf zu ermöglichen, aber auch etwas kosten, denn ab 2023 soll das „Sleep Sensing“ in Fitbit Premium (ab 8,99 Euro im Monat) integriert werden. 2022 soll es jedoch noch kostenfrei zu nutzen bleiben. Ab sofort wird die erweiterte Schlafanalyse auf dem Nest Hub (2. Gen) weltweit verteilt.

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Nest Hub: Mit dem Assistant direkt in die Meditation

Am Rande erwähnt Google außerdem, dass ab Dezember der Google Assistant auf Nest Hub (also auch auf den älteren Modellen) Zugriff auf die Meditations-App Calm bieten wird. Selbst ohne Abonnement soll es mit Befehlen wie „Hey Google, zeige mir Meditationen von Calm“ ein paar kostenlose Einheiten geben.

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Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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