Ich habe mir neulich endlich mal die Mühe meine ganzen monatlichen Fixkosten zusammenzutragen, die nicht nur durch Miete, Versicherungen und Co. zustandekommen, sondern bei denen gerade digitale Abonnements (Apps, Streamingdienste etc.) einen wachsenden Anteil ausmachen. Aber naja, ich weiß ja im Voraus, wie viel ich abdrücken muss.

Doch an genau diesem Punkt hat Apple etwas geändert. Ausgehend von den neuen Richtlinien für Apples App Store können Entwickler nämlich einfach so den Preis für Abonnements anheben – ohne, dass Nutzer dem explizit zustimmen müssen wie bisher.

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Immerhin ist man gezwungen Kunden im Vorfeld per E-Mail, Push-Nachricht und Hinweis in der App informieren. Das soll aber auch hauptsächlich dem dienen, dass Nutzer ihr Abo nicht ungewollt verlieren, weil sie der Preiserhöhung nicht rechtzeitig zugestimmt haben.

Wer jetzt ein großes Loch im Geldbeutel fürchtet, weil irgendeine App die Regeländerungen schamlos ausnutzt: Zumindest gibt es ein paar Einschränkungen für die sogenannten „automatisch verlängernden Abonnements“. So dürfe die Preiserhöhung nicht mehr als einmal pro Jahr stattfinden und nicht mehr als 5 US-Dollar und 50 Prozent des Abonnementpreises bzw. 50 US-Dollar und 50 Prozent des Jahresabonnementpreises betragen (und natürlich mit lokalem Recht vereinbar sein).

Zustimmung nicht erforderlich – ein Rückschritt?

In einer Zeit, in der wir allem Anschein nach immer mehr Kontrolle über unsere Daten erhalten, dauernd irgendwo ein Opt-in-Häkchen setzen müssen, wirkt das in meinen Augen wie ein Rückschritt – auch wenn es dem Komfort dienen soll. Was denkt ihr? 

via

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Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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