Bei mir ist das Google Pixel 5 jetzt ein gutes halbes Jahr mein täglicher Begleiter gewesen und bleibt wahrscheinlich bis zum neuen Pixel 6 an meiner Seite. Jetzt möchte ich zurückblicken auf das, womit mich das Pixel 5 begeistern konnte und was Google mit Vorschau auf das kommende Pixel 6 dieses Jahr vielleicht besser machen sollte. Es ist ein neues und abschließendes Fazit, das vielleicht ein wenig anders als das damalige nach den ersten Wochen ausfällt.

Akkulaufzeit und Schnellladen: Nur wenig Raum für Kritik

Ein wichtiger Punkt ist der deutlich größere Akku. Leider fehlten mir in den letzten Monaten längere Reisen, auf denen ich meine Smartphones üblicherweise auch als Wlan-Hotspots für die mobile Arbeit nutze. Trotzdem lässt sich zum Akku des Pixel 5 sagen, dass Google im Vergleich zu den vorherigen Generationen einen sehr großen Sprung gemacht hat. Und das eben nicht nur auf dem Datenblatt.

Seit einiger Zeit nutze ich den Darkmode sogar nur noch abends, dennoch hat die Laufzeit des Akkus nicht merkbar abgebaut. Ich glaube, mit dem hellen Design gibt es spürbare, jedoch nur geringe Unterschiede im Akkuverbrauch. Für mich ist es wichtig, auch an langen Tagen, wenn wir unterwegs sind, nicht zwischendrin laden zu müssen. Das war mit dem Pixel 4 oft nur sehr knapp geglückt, jetzt ist es anders.

Ich verschwende mit dem Pixel 5 erstmals keine Gedanken daran, ob ich mit dem restlichen Akku noch auskomme. Das ist ein gutes Gefühl und für mich sogar sehr essenziell. Ich will eben nicht mehrmals am Tag daran denken müssen, ob ich es zeitig genug zur nächsten Steckdose schaffe. Für die Zukunft könnte sogar noch mehr drin sein, wenn Google mit einem eigenen Prozessor die Effizienz auf ein neues Level hebt.

Ein echter Kritikpunkt ist allerdings das Schnellladen. Das kann man aufgrund der schmalen 18 Watt eigentlich gar nicht als solches bezeichnen. Wenn ich doch mal schnell nachladen muss, würde ich mir für das Pixel 6 auf jeden Fall eine höhere Leistungsaufnahme wünschen. 30 Watt würden da schon genügen, es müssen nicht 60 oder 100 Watt sein. Das gilt auch für das kabellose Laden. Etwas mehr Dampf wäre wünschenswert.

Flott unterwegs, nur nicht so schnell wie die Konkurrenz

Eigentlich reicht das Paket unter der Haube, womit das Pixel 5 angetrieben wird. Aber es ginge durchaus noch eine ganze Ecke flotter. Im Vergleich mit ähnlich ausgestatteten Smartphones wie dem OnePlus Nord macht das Pixel 5 keine sonderlich gute Figur. Es braucht oft etwas länger, fühlt sich nicht immer so flüssig an. Es ist zwar einerseits schnell, aber noch kein Topniveau. Ich war jedenfalls nicht restlos zufrieden.

Für das kommende Pixel 6 erwarten wir den bereits erwähnten In-House-Prozessor von Google, der sich auch im Bereich der Performance von Google optimal an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Apple sollte hier als Vorbild dienen. So perfekt, wie der Konzern aus Cupertino seine Software und Hardware aufeinander abstimmt, sollte auch für Googles eigene Smartphones der Maßstab sein.

Kamera macht tolle Fotos, bietet aber insgesamt zu wenig Kreativität

Aus dem Handgelenk ein hervorragendes Foto schießen, dafür steht die Pixel-Serie nicht erst seit der fünften Generation. Es ist bis heute das Topfeature der Google-Handys. Das gilt auch für die integrierte Ultraweitwinkelkamera, die besonders in der Farbwiedergabe der Hauptkamera in fast nichts nachsteht. Ich bin für diesen Anwendungszweck ein großer Fan und habe mich auch an den Zusätzen wie Zeitlupe und Zeitraffer erfreut. Es ist schon auffällig, wie gut sich diese Kamera auch heute noch schlägt.

Aber oft genug erwischte ich mich dabei, dass ich die angebotenen Möglichkeiten für recht dünn empfinde. Google soll die Kamera-App deshalb nicht mit Features vollballern. Aber selbst Apple hat inzwischen mehr Funktionen am Start. Ich denke an mehr Spielereien im Bereich der Belichtung (Lichtmalerei, etc.) oder auch an das Single-Take-Feature von Samsung. Mehr über meine Wünsche im Bereich der Kamera schrieb ich einst hier nieder.

Keep it simple, bitte!

Ein sehr einfach wirkendes Gehäuse ohne Glas an der Rückseite, der klassische Fingerabdrucksensor und die nicht gerade mit Funktionen überladene Software – das alles lässt das Pixel 5 hervorragend in den Alltag einfügen. Dieses Smartphone fällt nicht weiter auf, weil es keine Experimente mitbringt und uns in keiner Weise überfordert. Das ist im Vergleich zu nahezu allen anderen Android-Smartphones ein großer Pluspunkt. Wenn man es denn unaufgeregt und schnörkellos möchte, wie das bei mir der Fall ist.

Simpel geblieben: Pixel 3 bis 5 nebeneinander.

Diese Unscheinbarkeit darf Google für das Pixel 6 gerne beibehalten. Google muss meines Erachtens nicht mit einem vierfach abgerundeten Display auffallen oder mit einem riesigen Kamerabuckel. Gerne darf die biometrische Entsperrmethode in seiner klassischen Form bestehen bleiben und eine 6,7″ Displaydiagonale wünsche ich mir auch keineswegs. Hält Google noch den Preis so niedrig bei unter 700 Euro, wäre das Pixel 6 schon heute ein „No Brainer“ oder auch „Instant Buy“.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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8 Kommentare

  1. Stimme dem auch aus der Warte des 4a vollkommen zu.
    Einmal #teampixel, immer #teampixel.
    Bitte weiterhin genau so kompakt und schnörkellos.

    #teampixel

  2. Hi, den Kommentar hätte ich genauso schreiben können;) Stimme voll zu. Das Pixel 6 muss sich schon mächtig anstrengen, damit ich einen Tausch erwäge.

  3. Hallo,

    ich liebäugle auch immer mal wieder mit dem Pixel 5, auf der anderen Seite, dauert nicht mehr soooo lange bis zum Pixel 6.
    Ach…..aktuell Pixel 4a 5G 389,- bei Saturn und Media Markt.

    Gruß Rex

  4. biometrische Entsperrmethode lässt sich Streiten, ich wäre für Face Unlock glücklicher, und auch in Display finger entsperrung. wäre ich zufrieden.
    weil es hinten auf den Rücken ist. ist einer der gründe warum ich es mir nicht geholt habe, dies können sie gerne in A reihe einbauen

  5. Ich habe mir vor drei Wochen nach langen suchen für das Pixel 5 entschieden. Ich mag diese Größe des Pixel und kann mit den großen Handys mit tausend Kameras nichts anfangen. Auch wichtig für mich das ich nur App’s drauf habe die ich haben will. Anders als z.b. bei Samsung… Das nervt.
    Zusammen genommen ist das Pixel 5 perfekt für den normalen Alltag.

  6. Bin nach dem 3XL und Abstechern zum sauteuren Huawei p40 Pro Plus wieder beim 5er gelandet und vermisse absolut nichts im Vergleich zur Super Kamera im Huawei mit 10x optischem Zoom usw.
    Beim Huawei zu viele nicht gelungene Fotos wegen falschem Fokus usw. Beim Pixel eigentlich 100% Trefferquote diesbezüglich.
    Und der 100er Digital Zoom beim Huawei war eh für die Tonne, Pixelmatsche.
    Und über allem thronten die nicht vorhandenen Google Dienste, die wider Erwarten doch einige Apps nicht rund laufen ließen.
    Von daher gesehen ist das Pixel für mich wieder das Nonplusultra.
    Mehr braucht es nicht.

  7. Ich hoffe wirklich das es zwei Versionen geben wird.
    Das Pixel 6
    mit 6″ Amoled 90 Hz
    Snapdragon 780
    8 GB RAM
    256GB Speicher
    Und 4500 mAh

    Und das Pixel 6 Pro
    6,7″ Amoled 120 Hz
    Mit Snapdragon 870
    12 GB RAM
    256GB oder 512GB Speicher
    Und 5000 mAh

    Ich hoffe das Google nicht den Fehler macht wie alle Hersteller und auf den Snapdragon 888 setzt. Der Prozessor ist das schnell aber hat eine enorme Hitzeentwicklung und einen 65% höheren Energieverbrauch. Das Natürlich noch genial wäre waren eigene Prozessoren.

    Ich würde mich dann ohne groß nachzudenken das Pro kaufen. Da ich auch viel Grafik intensive Spiele spiele. Zb CoD, Fortnite oder auch PUBG. Das Pixel 5 ist dafür zu langsam. Leider.

  8. Hi. Nach dem 3XL habe ich mir letzte Woche das 4a5G gekauft. Unter 400 € und ich kann nur sagen: W O W !
    Der Akku ist der absolute Burner, hält bei mir jetzt, trotz sehr aktiver Social Media-Nutzung, locker 1,5 Tage! Und ja, da stimme ich dem Autor zu, was ein cooles Gefühl, dich keinen Kopf mehr um den Ladezustand machen zu müssen! 👍
    Die Kamera begeistert auch mich extremst. Das hinzu gekommene Weitwinkel ist die bisher meist genutzte Linse bei mir und über die Qualität der Fotos kann ich nur gutes sagen. Aktuell gibt es noch eine kostenlose App „DSLR…“ zur manuellen Nutzung der Kamera (sonst 4 €!), mit der viele weitere Einstellungen möglich sind.
    An der Geschwindigkeit habe ich nichts auszusetzen u auch die Sprachquali ist sehr gut.
    Das 6er Pixel kann gerne kommen, aber ich denke, das kann ich guten Gewissens überspringen 😉
    Sehe seit Jahren eh nicht mehr ein, warum ich für ein Handy 800-1000 € auf den Tisch legen soll, wenn auch günstigere Smartphones meine nicht gerade geringen Ansprüche erfüllen können! Das Handy als Status-Symbol brauche ich nicht 🙂
    Danke für diesen Beitrag 👍

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