Das Pixel 6 und das Pixel 6 Pro sind noch nicht allzu lange auf dem Markt, doch natürlich gibt es schon die ersten Hinweise auf die Ausstattung der folgenden Generation. So haben wir in der Vergangenheit beispielsweise schon über den mutmaßlichen Prozessor berichtet, der im Pixel 7 stecken soll.

Aktuellen Informationen zufolge wird das Pixel 7 mit einer Komponente ausgerüstet sein, der mehr und mehr in Highend-Smartphones zu finden ist, um schmale Displayränder zu ermöglichen, gleichzeitig jedoch auch auf eine Punchhole oder eine Notch verzichten zu können. Die Rede ist von einer sogenannten Under Display Camera (UDC), wie sie zuletzt etwa im Samsung Galaxy Z Fold 3 zu sehen (oder eher nicht zu sehen) war.

Google: Patent offenbar für Under Display Camera

Wie LetsGoDigital vermeldet, hat Google Ende August ein Patent eingereicht, das Mitte Dezember 2021 schließlich veröffentlicht wurde. In der Dokumentation werde die Notwendigkeit beschrieben, einen größeren Bildschirm schaffen, ohne die Abmessungen des Telefons zu vergrößern. Um „ein bildschirmfüllendes Erlebnis“ zu ermöglichen, würden dann Komponenten wie die Selfie-Kamera an anderer Stelle untergebracht werden – und das klingt durchaus nach einer UDC.

Das frühere Patent verwendete ein Subdisplay und ein Prisma. Die neue Methode scheint kostengünstiger zu sein. Diesmal gehen wir von einem emissiven Display aus, mit einem kleinen nicht-emissiven Teil auf der Höhe der Kamera, so dass genügend Licht die Kamera erreichen kann.

Unter dem OLED-Bildschirm befinden sich eine oder mehrere Frontkameras, ein Lichtsensor und optional ein Sensor und/oder ein Blitz. Die Kamera(s) befinden sich in der oberen rechten Ecke. Der Lichtsensor in der oberen linken Ecke. Beide befinden sich unterhalb des Displays.

Face Unlock noch unwahrscheinlicher damit

Mit keinem Wort wird die Möglichkeit zur Gesichtserkennung erwähnt, was zusätzliche Sensoren neben der reinen Kamera voraussetzen würde. Nutzer des Pixel 6 Pro hoffen derzeit darauf, dass Face Unlock mit einem Softwareupdate in Zukunft nachgereicht wird.

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Quelle: Patent von Google

Samsung-Ingenieur wechselte zu Google

Bemerkenswert an dieser Stelle ist außerdem eine Personalie. Der Ingenieur Sangmoo Choi war nämlich 14 Jahre für Samsung, unter anderem als Teamleitung für „neu AMOLED technology development“, tätig, seit etwa 3,5 Jahren arbeitet er jedoch für Google und wird als einer der Erfinder im neuen Patent genannt. Er könnte eine Menge Erfahrungen aus seiner Zeit beim südkoreanischen Smartphone-Konzern in die Entwicklung des Pixel 7 einfließen lassen.

Was spricht gegen eine UDC beim Pixel 7?

Generell wäre es eine ziemlich große Überraschung, wenn Google sich schon beim Pixel 7 für eine UDC entscheiden würde. Einerseits ist die Qualität der Bilder aktuell noch nicht auf dem Level von dem von sichtbaren Kameras. Andererseits war die Pixel-Reihe schon relativ spät mit der Umsetzung einer Punchhole dran, weswegen es unwahrscheinlich ist, dass Google nun voranschreitet.

Würdet ihr euch eine UDC beim Pixel 7 wünschen oder wäre das eher ein Argument gegen den Kauf für euch? 

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Jonathan Kemper

Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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5 Kommentare

  1. Tatsächlich? Pixel 7? Bevor man überhaupt so etwas in Betracht ziehen sollte, ist es angebracht erst einmal den aktuellen Punkt sauber zu beenden. Das Pixel 6.
    Mehr gibt es doch gar nicht zu sagen.

  2. Die Qualität sollte besser nicht darunter leiden ansonsten wünsche ich mir ein kleines Pixel..(7)

  3. „Was spricht gegen eine UDC beim Pixel 7?“

    Das ist doch ganz einfach: Das Gerät 6 pro kostet 700 € (gefühlt) tatsächlich wollte man wohl um die 900 Euro abgreifen.

    Diese Kamera hat so viele Mängel, die erstmal behoben werden müssten, das ich es schon wirklich voll daneben finde, dass man über solche Nebensächlichkeiten wie Unter Display Kameras spricht.

    Hauptmangel der px 6 pro Kamera ist die extrem schlechte Bildqualität zwischen 1,7x und 4x Zoom, sowie die faktische Unmöglichkeit bei Gegenlicht und Nachts zu fotografieren, weil man durch die schlechten Objektive rote Schleier im Bild hat.
    Dazu kommt ein viel zu großer Sensor bei der Hauptkamera mit entsprechend grottig geringer Schärfentiefe. 1,7 µm Pixel wären ausreichend gewesen.
    Deshalb braucht man da auch über den Kauf eines Pixel 6 Pro nicht zu sprechen.

    Was mich bei Samsung stört, ist, dass die Lautstärke-Stufen doppelt so groß sind, wie sie sein dürften. Es gibt nur die Wahl zwischen zu leise und zu laut.

    Andere, nicht nur das Pixel 6 betreffende Mängel sind, dass mit dem einschieben einer SIM-Karte, das gesamte Gerät mit PIN oder Alternativen entsperrt werden muss. Hier sollten maximal die Telekommunikationsfunktionen gesperrt sein, aber nicht z.B. Kamera und Musikplayer.

    Ich habe die SIM-Karte wieder raus genommen, da ich keinen Weg gefunden habe, die PIN der SIM-Karte zurückzusetzen, damit sich das Gerät auch ohne Entsperrung bedienen lässt.

    Nein – es geht nicht um die Sicherheit des Besitzers. So extrem bedeppert wird doch eh keiner sein, dort Kontakte einzugeben oder andere private Daten.

    Es geht darum, dass der Staat das Telefon einer konkreten Person genau zuordnen will, um Kontrolle über den Nutzer zu haben.
    Deswegen ist auch grundsätzlich zu empfehlen, die SIM-PIN am besten deutlich lesbar auf das Gerät zu schreiben. Auch Handy-Tausch kann man machen.

  4. Ich muss noch ergänzen: Ich akzeptiere es nicht mehr, dass die UWW-Kamera gegenüber der Hauptkamera deutlich in der Qualität abfällt.

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