Naja, das war eh nur noch ein Spiel auf Zeit. Es war mehr ein proof-of-concept, dass man sich ein Smartphone vor die Augen (Achtung, Wortwitz) pappen und damit in die Virtual Reality eintauchen kann.

Android 11 hatte dann sogar den Support für Googles Daydream-Plattform gekappt, womit der unausweichliche Tod allen klar gewesen sein sollte. Schließlich liegt die Zukunft in Augmented Reality, die Google auch enthusiastischer verfolgt.

Google verbessert AR-Features für Android durch Dual-Kamera-Unterstützung

Trotzdem war es eine günstige und spannende Möglichkeit, überhaupt mal mit VR in Berührung zu kommen. Entweder griff man zu einer der zahlreichen Lösungen namenloser China-Hersteller oder eben zum aus Pappe gefertigten Google Cardboard VR-Set. Für das verlangte Google seit 2016 im deutschen Online-Store stolze 20 Euro (oder 30 Euro für zwei Exemplare).

Cardboard: 20 Euro verlangt Google für die Pappschachtel

Google Cardboard wird nicht mehr über den Store verkauft

Ab sofort ist es dort nicht mehr zu kaufen, ist Android Police aufgefallen. Stattdessen gibt es einen Hinweis:

Google Cardboard wird nicht mehr über den Google Store angeboten. Wir unterstützen die Community aber weiterhin dabei, neue VR-Erfahrungen durch unser Cardboard Open-Source-Projekt zu entwickeln.

Google Cardboard schon lange Open Source

Damit Entwickler und Bastler trotzdem noch irgendwas mit der Idee hinter Cardboard anfangen können, verweist man im Store auf das Open-Soure-Projekt. Schon Ende 2019 wurde die Schnittstelle nämlich geöffnet.

Trotz des vergleichsweise hohen Preises verriet Google damals, dass bereits 15 Millionen Cardboard-Einheiten weltweit verkauft worden sein sollen. Bis heute dürften also noch ein paar hinzugekommen sein.

Wenn ihr ein wenig in Nostalgie schwelgen wollt: So vielversprechend ging es damals los.

Google Cardboard eingestellt: Hier gibt es Alternativen

Wer Cardboard noch nie ausprobiert hat und der originalen Schachtel hinterhertrauert: Bei Amazon gibt es ein sehr ähnlich aussehendes Paket, was sogar mit nur rund 13 Euro zu Buche schlägt.

(via)

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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