Die nackten Zahlen bestätigen den Absturz von Huawei auch für den deutschen Markt, ein erfolgreicher Nachfolger ist längst gefunden.

Während der eine chinesischer Smartphone-Hersteller an Beliebtheit nach und nach zulegen kann, muss sich eine andere Marke langsam vom deutschen Markt verabschieden. Huawei wird mit Sicherheit auch ein paar Exemplare ohne Google-Apps verkaufen, nur längst nicht mehr so viele wie in den Jahren zuvor. Die USA haben ganze Arbeit geleistet. Tatsächlich wird das Interesse von Monat zu Monat immer geringer, Käufer und Interessenten wandern ab.

Und wer könnte das besser beurteilen als ein Händler oder die beliebten Preissuchmaschinen? Jedenfalls hat uns Idealo ein paar Grafiken zugesandt, die uns den Markt des letzten Jahres gut widerspiegeln. Besonders der Vergleich zwischen Xiaomi und Huawei bestätigt das, was uns auch die Analysten für den gesamten Weltmarkt der Smartphones schon aufzeigen mussten.

„Bis Juni 2020 waren Smartphones von Xiaomi und Huawei noch etwa gleich beliebt, in den folgenden Monaten hat das Interesse an Huawei-Modellen allerdings sichtlich abgenommen. Die Nachfrage nach Xiaomi-Handys wuchs hingegen immer weiter – im November 2020 betrug der Vorsprung auf Huawei satte 114 Prozent.

Xiaomi nimmt den Platz von Huawei ein, der Konkurrenz fällt wehrlos zurück

Zunächst nimmt Xiaomi den Platz von Huawei ein, hinter Samsung und Apple. Ein letztes Aufbäumen erlebte Huawei zum Weihnachtsgeschäft, im neuen Jahr dürfte die Nachfrage jetzt auch mangels neuer Geräte weiter stark abfallen. Samsung und Apple sind in Deutschland weiterhin unantastbar, da kommt auch Xiaomi mit seinen unzähligen Billig-Smartphones längst nicht heran.

Billig ist Trumpf: So überrennt Xiaomi ganze Smartphone-Märkte

Wir sehen also von mehreren Stellen bestätigt, dass es sich beim Absturz von Huawei längst nicht mehr nur um düstere Prognosen handelt. Man ist auf dem harten Boden der Tatsachen angekommen, das werden wohl auch die letzten Fanboys langsam einsehen müssen. Ändern würde das nur die Rückkehr zur Normalität, was für Huawei die Erlaubnis zur Lizenzierung der Google-Dienste wäre.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

Nehmen Sie an der Konversation teil

2 Kommentare

  1. Nun ja, dafür wird Xiaomi auch stetig teurer und kommt ebenso wie Huawei aus China. Noch unter Trump hat es Xiaomi bereits auf die erste Blacklist geschafft, auf Biden können sie somit ebenso hoffen wie Huawei. Ansonsten hat der Konkurrent, der mittlerweile überflügelt wird, gezeigt, wie schnell auch einem Weltkonzern auf ganzen Märkten das Wasser abgegraben werden kann. Denn die zumindest für „den Westen“ wesentliche Software und auch Hardware (siehe Prozessoren) entspringt nun einmal den US of A. Die rosarote Wachstumswolke Xiaomis hängt letztlich von exakt den gleichen Faktoren ab.

  2. Die Überschrift würde ich auf keinen Fall unterstreichen, denn mit Beliebtheit hat das erstmal nichts zu tun. Die Praxistauglichkeit gibt den Ausschlag und wir alle benötigen die Google-Dienste auf Android-Smartphones, um mit diesen vernünftig arbeiten zu können. Sollte sich mal eine US-Regierung entschließen, unsere Technik auf die Art zu sabotieren, würde wir ähnlich dumm aus der Wäsche gucken. Denn in Smart-, aber auch in den meisten anderen technischen Geräten und in jedem PC steckt US-Technik. Erpressbar durch die USA sind alle, dazu hat man sich von Google, Qualcomm, Facebook, WhatsApp usw. zu abhängig gemacht, um nichts selbst entwickeln zu müssen.

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar
Beachtet die üblichen Regeln für Kommentarspalten und seid nett zueinander. Wir speichern keine IP-Adressen der kommentierenden Nutzer. Hier entlang zur Telegram-Gruppe von Smartdroid.de

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.