Motorola bleibt bei der Strategie der jüngeren Vergangenheit. Über zukünftige Android-Updates möchte man nicht reden und möglichst wenig versprechen.

Motorola war schon früh einer der Hersteller, der einen großen Teil der eigenen Android-Software über Bord geworfen hatte. Nur leider führte das letzten Endes nicht dazu, dass man die Android-Software aufgrund von weniger Aufwand länger pflegt. In den letzten Jahren gab es rund um Motorola immer wieder schlechte Nachrichten, bei einigen Geräten wollte man die eigenen Versprechen brechen. Oder Motorola wich bei eigenen Geräten davon ab, was das teilweise installierte Android One eigentlich für die Kunden versprach.

Motorola lässt neuere Android-Versionen unter den Tisch fallen

Motorola hatte vor wenigen Wochen die neuen Edge-Smartphones angekündigt, wovon nur ein Modell nach Europa kommt. Grundsätzlich dürften diese neuen Android-Smartphones aber von einer Entscheidung gleichermaßen abhängig sein. Nämlich der Entscheidung, wie viele Android-Updates das Unternehmen für diese Geräte plant. Motorola unterstreicht die Strategie der letzten Jahre, dieses Thema best möglich unter den Tisch zu kehren. Für einen Bericht von Wired erklärte die Lenovo-Tochter, dass man aktuell nur das Update auf Android 11 (Herbst 2020) garantieren will.

Update: Motorola hat sein Statement inzwischen gegenüber Androidauthority korrigiert und möchte auch Android 12 garantieren. Das klingt natürlich schon wesentlich besser, wobei auch Android 13 im Jahr darauf technisch kein Problem darstellen sollte.

Das muss nicht zur Folge haben, kein Android 13 auf die Edge-Smartphones zu bekommen. Aber es gibt von Motorola eben auch keine Garantie die Software länger als ein Jahr oder nach Android 11 zu pflegen. Zu einem Kurs von knapp 600 Euro startet das Edge bei uns, damit spricht der Hersteller also auch Nutzer mit höheren Ansprüchen an. Wie kann man dann in einem solchen Bereich derart auf Rückzug schalten?

Natürlich soll das nicht bedeuten, dass alle anderen Hersteller eine klare Update-Garantie kommunizieren. Ist leider auch nicht der Fall. Mir ist zudem bewusst, dass Android-Updates im Massenmarkt kein präsentes Thema sind. Ich allerdings rate von Geräten ab, bei denen ich absehen kann, ob die Software für nur kurze Zeit gepflegt wird. Denn viele Leute kaufen sehr selten Smartphones, somit ist die langfristige Bereitstellung neuer Software durchaus ein Faktor.

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Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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