Ein weiterer Smartphone-Hersteller ist im Benchmark aufgeflogen, aktuelle Geräte von Oppo werden jetzt vom 3DMark ausgeschlossen. Was haben deutsche Hersteller von Autos und chinesische Hersteller von Smartphones gemeinsam? Sie leisten auf dem Prüfstand nicht das, was sie auch im Alltag leisten. Es ist nicht weiter schlimm, könnte man meinen. Aber im Grunde ist es Betrug, […]

Ein weiterer Smartphone-Hersteller ist im Benchmark aufgeflogen, aktuelle Geräte von Oppo werden jetzt vom 3DMark ausgeschlossen.

Was haben deutsche Hersteller von Autos und chinesische Hersteller von Smartphones gemeinsam? Sie leisten auf dem Prüfstand nicht das, was sie auch im Alltag leisten. Es ist nicht weiter schlimm, könnte man meinen. Aber im Grunde ist es Betrug, was Oppo und Co da in aller Regelmäßigkeit abziehen. Oder wird das Thema zu heiß gekocht?

Nun ist die BBK-Tochter mit dem Find X und F7 aus den Listen des 3DMark-Benchmarks geflogen, weil ein vermeintlicher Betrug aufgeflogen ist. Während ein Benchmark läuft, setzen die Geräte besonders viel Leistung frei und erreichen somit ein höheres Ergebnis. Zwar ist dieses Ergebnis tatsächlich erreicht, spiegelt aber nicht die Leistung im Alltag wider.

Ein UL-interner Test zeigte, dass die Geräte einfach den Benchmark anhand des App-Namens erkennen und dafür dann mehr Leistungsreserven freigeben. Erkennen die Geräte den Benchmark nicht, erreichen sie trotz gleicher Tests aufgrund weniger freigegebener Leistung eine deutlich niedrigere Punktzahl – bis zu 41 Prozent.

Oppo hat sich geäußert, nennt denkbar einfache Gründe. Man hätte die Geräte so konfiguriert, dass Spiele und Benchmarks erkannt werden und dann auf die volle Systemleistung zurückgreifen können. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dieser Performance-Boost steht auch in sämtlichen Spielen stets zur Verfügung. Kein Betrug also?

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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