In meiner Erfahrung ist Tinder eine Dating-Plattform, auf der man zumindest davon ausgehen kann, dass der Vorname des Matches auch der Wahrheit entspricht. Zusätzliche Sicherheit gibt die noch gar nicht so alte Möglichkeit zur Verifizierung, mit der der zur Match Group gehörende Dienst die Sicherheit erhöhen möchte.

Blauer Haken für alle: Verifizierung bei Tinder wird offenbar für jeden freigeschaltet (und so geht’s)

Tinder: Noch mehr Sicherheit nach dem blauen Haken

Jetzt zeigt eine kürzliche Akquisition des Konzerns, dass das noch längst nicht das Ende ist. Die Match Group hat nämlich eine unbekannte Summe in die Nonprofit-Organisation Garbo investiert, mit deren Hilfe man anhand des Nachnamens oder der Handynummer Background-Checks seiner Matches durchführen können soll.

Wer noch nie von Garbo gehört hat: Kein Wunder, hat diese Investition nur Auswirkungen auf den Datingmarkt in den USA beschränkt. Trotzdem ist spannend zu sehen, welche Maßnahmen Tinder und Co. ergreifen, um ihren Kunden ein möglichst sicheres Dating-Erlebnis zu bieten.

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Keine Infos über Drogenbesitz oder Verkehrsvergehen – nur geschlechtsspezifische Gewalt

Garbo sammelt „öffentliche Aufzeichnungen und Berichte über Gewalt oder Missbrauch, einschließlich Verhaftungen, Verurteilungen, einstweilige Verfügungen, Belästigungen und andere Gewaltverbrechen“, die anschließend dem abfragenden Nutzer zur Verfügung stehen.

Explizit keine Auskunft gibt es über Aufzeichnungen zu Drogenbesitz, da diese einerseits nachgewiesenermaßen häufig rassistisch behaftet, andererseits nicht unbedingt ein Indiz für „geschlechtsspezifische Gewalt“ seien. Genauso wenig gibt es Infos über vorangegangene Verkehrsvergehen.

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Background-Checks werden kostenpflichtig, Preisfrage offen

Die Background-Checks werden natürlich nicht kostenlos, sollen aber preislich fair sein, um möglichst jedem Zugang dazu zu bieten. Da arbeite man aktuell noch an der genauen Gestaltung. Offen ist, ob der Service Teil des bestehenden Angebots von Tinder Plus und Gold wird oder gänzlich separat ist. In den nächsten Monaten soll die Funktion implementiert werden.

(via)

 

 

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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1 Kommentar

  1. Wie kann ein Nachweis über evtl. früher begangene Drogendelikte „rassistisch behaftet“ sein? Für mich klingt sowas ehr danach, als wolle man hier gezielt reale Missstände vertuschen, um politisch ja nicht anzuecken. Und dann Frage ich mich immer woher dieser vorauseilende gehorsam kommt, wenn’s doch sowas wie eine Cancelculture angeblich nicht gibt. Seeehr merkwürdig, nicht wahr? Hat alles sicher nichts mit nichts zu tun ;).

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