Spekulationen rund um Fuchsia gab es unendlich viele, aber wo steht das Betriebssystem gut zwei Jahre nach der zaghaften Markteinführung? Kann Fuchsia ein Ersatz für Android und ChromeOS sein, ist das überhaupt ein Ziel von Google? Und auf welchen Geräten ist Fuchsia heute überhaupt schon zu finden?

Einige Fragen, auf die vor ein paar Jahren noch sehr eindeutig geantwortet wurde. In der Branche haben einige Fuchsia für den designierten Nachfolger von Android gehalten. Beweise hat es dafür nie gegeben, auch Google sprach sich nie in diese Richtung aus. Ist das heute anders?

Fuchsia steckt derzeit vorrangig „unter der Haube“

Bislang läuft Fuchsia als Unterbau auf einigen Smart-Displays von Google. Für die Nutzer hat sich allerdings augenscheinlich nichts geändert. Vermutlich sind die Geräte einen Hauch schneller, ansonsten ist der Wechsel auf Fuchsia quasi unsichtbar gewesen. Auf den nächsten Geräten, die wohl mit Fuchsia laufen, sieht man sogar noch weniger.

Für 2023 kündigen sich wahrscheinlich neue Nest-Lautsprecher ohne Display an. Sie sollen mit Fuchsia ausgestattet sein. Was nur noch mehr unterstreicht, dass Fuchsia derzeit vor allem ein System ist, welches der Nutzer nicht sehen kann und sehen soll. Fuchsia auf einem Telefonbildschirm scheint es so schnell nicht zu geben.

2021 hießt es von Google noch, dass Fuchsia vorrangig eine Plattform für Desktops sei. In diese Richtung ist nur nicht mehr sonderlich viel passiert, abgesehen vom Support für Chrome.

Fuchsia kann mal so wichtig wie Linux werden

In einem Interview hat kürzlich ein ehemals am Fuchsia-Projekt beteiligter Entwickler gesagt, dass Fuchsia zwar derzeit schon Vorteile für die Betriebssystem-Entwicklung mitbringt, jedoch selbst nicht unbedingt ein Betriebssystem für die genannten Gerätearten ist. Fuchsia hat laut dem Ex-Googler im Kern genügend Potenzial, so wichtig wie Linux zu werden.

Keine neuen Anzeichen, dass Android durch Fuchsia ersetzt werden könnte

Es gibt aktuell allerdings weiterhin keine Anzeichen dafür, dass Fuchsia jemals Ersatz für Android oder ChromeOS sein könnte. Viel mehr ist es so, dass Fuchsia zumindest die Grundlage für Neuerungen bietet, die Betriebssysteme wie Android voranbringen. Flutter zum Beispiel, ein hochmodernes Kit für Crossplattform-Entwicklungen.

Derzeit geht man davon aus, dass Fuchsia erst in zehn Jahren deutlich an Relevanz im Software-Markt gewonnen haben könnte. Das ist noch ein sehr langer Weg.

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