Heute wird viel schriftlich kommuniziert, dafür setzen die Leute auf Messenger-Apps. Durchgesetzt haben sich dafür schon seit Jahren einige Dienste bekannter US-Unternehmen. Immer wieder sind Apps wie WhatsApp ein großes Streitthema, denn nicht jeder traut diesen Diensten über den Weg. Ein gesundes Misstrauen ist durchaus angebracht, immerhin verdienen diese Konzerne ihr Geld über Werbung und […]

Heute wird viel schriftlich kommuniziert, dafür setzen die Leute auf Messenger-Apps. Durchgesetzt haben sich dafür schon seit Jahren einige Dienste bekannter US-Unternehmen. Immer wieder sind Apps wie WhatsApp ein großes Streitthema, denn nicht jeder traut diesen Diensten über den Weg. Ein gesundes Misstrauen ist durchaus angebracht, immerhin verdienen diese Konzerne ihr Geld über Werbung und im besten Fall ist diese personalisiert. Aber nicht nur deshalb äußerte sich einer der Telegram-Gründer, warum WhatsApp nie sicher sein wird.

Grundsätzlich ist nicht ganz neu, dass die Leute hinter Telegram gerne gegen WhatsApp schießen. Man kritisiert den Dienst in erster Linie für seinen geschlossenen Quellcode, sodass Sicherheitsforscher und Dritt-Entwickler darauf keinen Zugriff haben, also auch nicht helfen können den Messenger sicherer zu machen. Alles ist allein an den Leuten gelegen, die Zugriff auf den Quellcode der Anwendung haben und das bringt immer wieder eklatante Sicherheitslücken hervor. Zudem sollen die US-Behörden eine wichtige Rolle spielen.

„WhatsApp und sein Mutterunternehmen Facebook müssen möglicherweise sogar Hintertüren implementieren – über geheime Prozesse wie FBI-GAG-Befehle. Es ist nicht einfach, eine sichere Kommunikations-App aus den USA zu starten. Eine Woche, die unser Team 2016 in den USA verbrachte, brachte uns drei Infiltrationsversuche durch das FBI. Stellen Sie sich vor, was 10 Jahre in diesem Umfeld für ein US-amerikanisches Unternehmen bedeuten können.“

Während Hintertüren in erster Linie für Anti-Terror-Maßnahmen genutzt werden sollen, nutzen totalitäre Staaten diese Schlupflöcher natürlich auf eine andere Art und Weise. Lange Zeit waren diese Türen nicht mal nötig, als WhatsApp noch völlig unverschlüsselt war. Doch auch mit verschlüsselten Nachrichten ist man längst nicht aus dem Schneider, denn in der Cloud gespeicherte Backup-Dateien sind unverschlüsselt. Das bloße System für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in WhatsApp (Open Whisper) ist allerdings ein sehr sicheres und öffentlich einsehbar.

Telegram ist sicher und WhatsApp wird es niemals sein

Denn sorgten ein paar Schlagzeilen der letzten Jahre dafür, dass man nicht nur bei Telegram daran glaubt, dass WhatsApp nie komplett sicher sein kann. Andererseits setzt Telegram auf ein geschlossenes System für die Verschlüsselung, muss sich dafür also durchaus kritisieren lassen.

„WhatsApp hat eine konsistente Historie – von der Nullverschlüsselung zu Beginn bis hin zu einer Reihe von Sicherheitsproblemen, die sich seltsamerweise für Überwachungszwecke eignen. Rückblickend gab es in den 10 Jahren von WhatsApp keinen einzigen Tag, an dem dieser Service sicher war.“

Natürlich lassen die Leute von Telegram derartige Beiträge nicht ganz ohne Grund raus, doch letztlich steckt in dieser Kritik auch viel Wahrheit drin. Jedenfalls sieht man den eigenen Dienst als sehr sicher, es gab bislang keine großen Sicherheitslücken in Telegram und Daten an andere sind haben die Telegram-Server auch nie verlassen.

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Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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