Das ASUS ROG Phone 5 hätte wieder ein Smartphone der Superlative werden sollen – doch in einer Sache wird es von einem Konkurrenten noch übertroffen.

In der Smartphone-Entwicklung der letzten Jahre haben vor allem im Gaming-Bereich die Hersteller versucht, sich immer wieder zu übertreffen. Das resultiert in teilweise absurden technischen Daten wie 18 GB RAM, die sich im neuen ASUS ROG Phone 5 Ultimate Edition finden – wer kann das schon brauchen?

Gut, das gleiche haben wir auch damals gedacht, als der erste Dual-Core-Prozessor in einem Smartphone angekündigt wurde. Jetzt sind für uns acht und manchmal sogar mehr Kerne völlig normal.

In einem Punkt hat mich die Vorstellung des neuen Gaming-Smartphones von ASUS aber überrascht. Während bei den vergangenen Generationen nämlich in Sachen Bildschirmwiederholfrequenz immer einer drauf gesetzt wurde, bleibt man jetzt bei 144 Hertz stehen.

Erstes ASUS ROG Phone schon 2018 mit 90 Hertz

Das erste ASUS ROG Phone kam schon im Jahr 2018 mit überdurchschnittlichen 90 Hertz auf den Markt, ein Wert, den wir auch heute noch in einigen hochklassigen Modellen finden. Das ASUS ROG Phone II kam 2019 dann bei dem derzeitigen Standard in Flaggschiffgeräten wie dem Samsung Galaxy S21 oder dem Xiaomi Mi 11 von 120 Hertz an. Das ASUS ROG Phone 3 wurde mit 144 Hertz geliefert – und das wiederholt auch die kürzlich gefolgte Generation.

Dabei wären mehr technisch möglich gewesen, zeigte die ZTE-Tochter Nubia mit dem RedMagic 6 (Pro) vor Kurzem. Das Gaming-Phone ist momentan noch exklusiv für den chinesischen Markt bestimmt ist und erscheint dort gar mit einem Tencent-Branding. Es ist das erste und bislang das einzige, was mit 165 Hertz eine höhere Bildschirmwiederholrate vorweisen kann. Das macht ein Blick in diese Wikipedia-Liste deutlich.

Neben den beiden ASUS ROG Phones werden sechs weitere Geräte genannt, die mit 144 Hertz daherkommen: Nubia RedMagic 5G, Nubia RedMagic Play, Vivo iQOO Z1, Lenovo Legion Pro, Xiaomi Mi 10T und das Xiaomi Mi 10T Pro.

Müssen 165 Hertz unbedingt sein?

Was einem die 165 Hertz jetzt im Alltag endgültig bringen, darüber kann man sicherlich gut streiten. Schließlich können solche Frequenzen vom menschlichen Auge eh nicht mehr genau verfolgt werden, dazu hier ein hilfreicher Artikel. Allerdings geht es hier auch um unterbewusste Wahrnehmung – und nicht zuletzt um eine Demo, was technisch heutzutage machbar ist.

Zu einem internationalen Launch des Nubia RedMagic 6 (Pro) sollen am 16. März Informationen folgen.

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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3 Kommentare

  1. Für VR werden doch sowieso Wiederholraten im Kiloherzbereich angestrebt. Warum dann nicht auch im 2D-Bereich? Ein Ermüden der Augen wäre dann Geschichte.

  2. Also ich hab ein 120Hz Smartphone und habe den unterschied zu 60Hz deutlich gespührt.
    Aber merke dass 120Hz nicht zu 100% flüssig aussieht.

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