Project Treble verspricht auf den ersten Blick schnellere Android-Updates und könnte genau an diesem Punkt leider schon enttäuschen. Project Treble wurde erst vor wenigen Tagen für Android O vorgestellt, es handelt sich hierbei um eine Umstrukturierung von Android auf einem unteren Level tief im System. Updates sollen unabhängig von den Lieferanten sein, die unter anderem die SoCs (Prozessoren + Hauptplatine) liefern.

Das Framework von Android wird von dieser Hersteller-Software getrennt. Aber bringt das schnellere Updates? Vielleicht nicht, denn Dave Burke vom Android-Team hat eine andere Absicht durchblicken lassen. Hauptsächlich spart Project Treble Geld, denn die Hersteller müssen für das Update auf eine neue Android-Version nicht vom Hersteller des Prozessors die Android-Firmware „neu schreiben“ lassen.

Und genau dieser Punkt war zuletzt beim Nougat-Update ein großes Thema, denn trotz starker Prozessoren und jungen Alters, hatten viele Geräte kein Update bekommen. Für die Pflege der Geräte braucht es Geld, um beispielsweise Qualcomm für die Entwicklung neuer Treiber ins Boot zu holen. Dieser Schritt scheint zukünftig zu entfallen. Ob als Endresultat dann mehr Updates kommen, steht aber auf einem anderen Blatt.

Pixel mit mehr Android-Updates?

Immer wieder zeigt die Modding-Community über Jahre hinweg, dass es nicht zwingend auch neue SoC-Treiber für eine neue Android-Version braucht. Nun wird genau dieser Punkt ein Faktor auf hoher Ebene. Allerdings erst bei Neugeräten ab Android O, ältere Geräte werden Treble noch nicht integriert bekommen. Na ja gut, bis auf die Pixel von Google.

Burke verriet auch, dass die Pixel nun doch Treble integriert bekommen. Aber spricht das automatisch auch dafür, dass der Support der teuren Geräte nun doch über die üblichen zwei Jahre hinaus funktionieren könnte?

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[via David Ruddock, Androidpolice]