Ein kleines Display und ein noch kleinerer Akku sind zwei wichtige Eckpunkte bei Smartphones wie dem Apple iPhone 12 Mini. Es sticht mit einer Bildschirmdiagonale von nur 5,4″ aus der Masse heraus, wird von der Masse der Käufer allerdings mehr ausreichend angenommen. Apple soll das Ende des Modells geplant haben, so schnell wie bei keinem anderen iPhone jemals zuvor.

Apple jammert natürlich auf hohem Niveau, doch die nicht offiziell bestätigten Verkaufszahlen spiegeln den Markt wider. Warum sollte sich Apple auf ein kleines Smartphones konzentrieren, wenn die größeren Modelle doch beliebter sind? Wird man sich wohl auch bei Google gedacht haben, die ihre Strategie diesbezüglich für ihre teuersten Geräte nun massiv ändern.

Kleinere Displays verkaufen sich angeblich nicht mehr so gut

Hatte man seit dem ersten Pixel stets an einer Displaygröße von rund 6″ festgehalten, wächst das neue Pixel 6 deutlich darüber hinaus. Schon die reguläre Variante hat ein Display mit 6,4″ Bildschirmdiagonale und das größere XL-Modell soll mit rund 6,7″ das größte Google-Smartphone aller Zeiten werden. Man braucht viel Platz. Unter anderem für die wesentlich mächtigere Kamera.

Was heute bekannt ist: Das Gehäuse von zuletzt 144,7 x 70,4 (Pixel 5) wächst mit dem Pixel 6 auf 158,6 x 74,8 mm.

Kleines Display nur noch für die Mittelklasse?

Smartphones mit Displays von über 6,5″ sind längst der Standard und nicht aus reinem Zufall im Android-Bereich marktbestimmend. Zwar mag der ein oder andere Romantiker noch gerne weniger als 6″ Diagonale kaufen wollen, doch die Mehrheit hat sich ganz klar in eine andere Richtung bewegt. Was wohl auch mit dem mobilen Konsum zusammenhängt.

Immer wenn es um dieses Thema geht, kommen natürlich die bisherigen Pixel-Fans um die Ecke und beschweren sich lautstark. Was verständlich ist. Doch größere Displays werden offensichtlich von mehr Leuten gefordert. Ein anderes wichtiges Kriterium ist bei vielen heute das Gewicht der Geräte, was nicht ausufern sollte.

Schon 6″ gibt es heutzutage sehr selten und noch kleinere Displays so gut wie gar nicht. Im höheren Preisbereich scheint auch ein großes Display eine wichtige Rolle zu spielen. Asus Zenfone 8 und Sony Xperia 5 III sind die Ausnahmen der Regel. Dabei hätte Google bleiben können, aber man möchte wohl ein größeres Publikum ansprechen.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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7 Kommentare

  1. Kann ich absolut nicht nachvollziehen. Gestern erst wieder Fernzug gefahren. Die größte der Mehrheit der dortigen Mitfahrer hatte kompaktere Smartphones oft auch älteren Datums, und das gleiche beobachte ich im nahen Umfeld. Da finden Phablets nicht statt.

    Das iPhone Mini ist schlichtweg zu teuer. Liebhaber kleinerer Displays daddeln nicht dauernd am Telefon, und wollen daher nicht viele hundert Euro für sowas ausgeben. 400€ für das mini, und es verkaufte sich wie geschnitten Brot.

    Zudem Apple auch so schon WEIT mehr minis verkauft hat, als es die meisten Androidmodelle je schaffen werden.

    WEG MIT DER GANZEN PHABLET-SCHEISSE !!!

    1. Ich verstehe die Aufregung nicht. Mit dem Zenfone 8 hat Asus ein klasse Paket auf kleinsten, erschwinglichen Raum quetschen können, sogar ohne Einschnitte beim Akku, wo sonst gerne Bauraum gespart wird. Derartige kleinere Smartphones gibt es Jahr für Jahr, also mangelt es hier nicht, auch wenn die Auswahl an großen Smartphones wesentlich größer ist. Das was in den großen Smartphones an Hardware findet lässt sich teilweise nicht ohne Kompromisse miniaturisieren, deshalb sollte die Erwartungshaltung sich evtl ändern. Von Laptops erwartet auch niemand die dauerhaft gleiche Leistung wie am Desktop.
      Man sollte vielleicht eher fragen warum die Auswahl an großen Smartphones so groß ist und wird dann beim Schluss kommen dass das Nutzerverhalten und der Markt im allgemeinen anders sind als vor fünf bis zehn Jahren

    2. Lass die Leute doch kaufen was sie wollen, wenn sich kleine Smartphones schlechter verkaufen dann werden eben nicht so viele hergestellt. Angebot und Nachfrage lässt grüßen.

  2. ich schätze mal es sind einfach viel mehr größere Geräte im Umlauf, weil diese einfach besser ausgestattet sind. Es gibt kein ehrlich gesagt kein kleines Powerphone , dass einen Zufrieden stellt. Entweder fehlt da der gute Prozessor, eine Zoom Kamera oder oder oder. Für mich wäre der Formfaktor vom Pixel 5 100% aber an dem Gerät stören mich auch schon die o.g. Dinge, zu viele Ruckler im Alltag. Irgendwo muss man derzeit bei den kleinen Geräten einen Kompromiss eingehen, oder man schnappt sich das größere Gerät wo alles stimmt, außer die Größe dann.

    1. Ich habe das Pixel 5 auch. Ruckler sind mir bisher nicht aufgefallen.
      Vielleicht schreiben Sie mal mit dazu, wobei Ruckler aufgetreten sind.

  3. Einzig die von den Herstellern suggerierte Notwendigkeit von Displays jenseits der 6″ begründen das Kaufverhalten. Wie Athor richtig bemerkt, fehlen den Geräten unter 6″ Features der größeren Geräte.
    Ich denke Google gibt eines der wenigen Alleinstellungsmerkmale zugunsten einer vermeintlichen Käufermehrheit auf.
    Ich für meinen Teil bleibe beim Google 5. Für mich der beste Formfaktor mit ausreichender Alltagsleistung. Sollte mit dem Pixel 7 wieder ein Gerät mit knapp 6″ kommen, bin ich wieder dabei.

  4. Mitunter braucht man für die verbaute Hardware ein größeres Gehäuse. Da ist ein größeres Display nur sekundär.
    Das einseitige Setzen auf größere Displays jedoch hat jedoch nur einen Grund: Preistreiberei!

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