• Preise für Top-Smartphones steigen.
  • Gleichzeitig nimmt die Bereitschaft der Kunden, mehr Geld zu bezahlen, zu.

Für ein Android-Flaggschiff (das Samsung Galaxy Nexus S) musste man der unverbindlichen Preisempfehlung zufolge im Jahr 2011 noch 579 Euro zahlen. 2022 sind es schon mindestens 849 Euro, die der Hersteller für sein neustes Highend-Modell verlangt.

Ob Samsung jetzt auch mehr Smartphone für den nicht zu verachtenden Aufpreis bietet, sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass wir für ein aktuelles Top-Gerät inzwischen eben deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. 

Das sorgt einerseits auch dafür, dass Hersteller wie Xiaomi mit einer Flut an niedrig bepreisten Smartphones den Markt erobert hat. Andererseits sind aber auch viele Menschen dazu bereit, viel Geld für ein Smartphone in die Hand zu nehmen.

Xiaomi ballert Smartphones ohne Ende raus, aber warum eigentlich?

Akzeptierter Preis fürs Smartphone steigt

Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Vereins Bitkom. Die Bereitschaft, für ein neues Smartphone mehr Geld auszugeben, nehme demnach sogar zu. Konkret gaben die Befragten an, im Schnitt 232 Euro mehr für ihr nächstes Smartphone ausgeben zu wollen. Im Vorjahr seien es noch 200 Euro gewesen.

14 Prozent seien bereit, 300 bis 499 Euro zu bezahlen, 11 Prozent mehr als 500 Euro auszugeben. Ein deutlich größerer Teil – 28 Prozent – misst dem Smartphone aber offenbar deutlich weniger Bedeutung bei und würde gerne nur maximal 100 Euro auf den Tisch legen. Es dürfte aber schwierig werden, zumindest bei Neugeräten zu diesem Preis akzeptable Hardware zu bekommen.

„Die niedrigen Wunschpreise erklären sich durch die attraktive Kombination aus Gerätefinanzierung und Mobilfunkvertrag„, kommentiert Markus Haas von Bitkom.

Handyverträge: Revolution für Laufzeiten und Kündigungsfristen unterwegs

Er kritisiert, dass die Regierung die Laufzeit von Mobilfunkverträgen auf ein Jahr begrenzen will. Das riskiere, dass sich Leute, die sich nicht so hohe Ausgaben für ein Smartphone haben können oder wollen, sich auch weiterhin eins leisten könnten.

Wie viel seid ihr bereit, für euer Smartphone zu zahlen? 

 

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Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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2 Kommentare

  1. „Das riskiere, dass sich Leute, die sich nicht so hohe Ausgaben für ein Smartphone haben können oder wollen, sich auch weiterhin eins leisten könnten“

    Dieses Problem haben einige Anbieter schon gelöst, mit aufpreis- und zinsfreier Abzahlung bis zu 48 Monaten, wenn man denn ebenfalls einen Telefonvertrag dort hat.
    So kostet auch das Lieblingseifone mit dem 20€ 5GB Mobil-/Festnetz/SMS Flat Vertrag über vier Jahre noch unter 50€ p.m.. Man kann die Mobilfunkkosten mindestens jährlich oder über eine vorzeitige Verlängerung anpassen. Und wenn der Mobilvertrag gefällt, lässt man ihn einfach weiterlaufen, mit monatlicher Verlängerung. Da hat das neue Gesetz doch eine Verbesserung beim Verbraucherschutz gebracht.

    Man sollte sich hier allerdings Gedanken über eine brauchbare Handyversicherung machen, die ebenfalls bei 1000 Euro VS mit rund 10 Euro p.m. fällig wird. Sonst steht man im Schadensfall ohne Händy da und muss dennoch zahlen oder kann die Restsumme abbuchen lassen.
    Was für Zahlungsschwache das eigentliche Problem sein dürfte, und schon kommt die nächste Ratenzahlung ins Haus?

    1. Die Smartphone Versicherung kostet über 48 Monate dann 480 Euro. Ein Smartphone ist ein Alltagsgegenstand, dass bei manchen Nutzern viel aushalten muss. Da sind 48 Monate eine sehr lange Zeit.

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