Flaggschiff-Smartphones sollen länger mit Updates versorgt werden und das sehen weitere Smartphone-Hersteller so. Google hatte vor einiger Zeit mit einer Garantie über drei Jahre vorgelegt, gerät jetzt aber immer mehr ins Hintertreffen. Samsung, OnePlus und nun auch Oppo überbieten Google mit längeren Fristen.

Vor ungefähr einem Monat teilte OnePlus mit, dass zukünftige Topmodelle mit vier neuen Android-Versionen versorgt werden sollen. Diesem Vorbild kommt Oppo nun nach, die nun offizielle Schwester von OnePlus tut es ihr gleich. Oppo hat jüngst verkündet, dass Flaggschiff-Smartphones ab 2023 mit einer noch besseren Update-Garantie ausgestattet sein werden.

Oppo optimiert seine Update-Versorgung, aber vorrangig für teure Modelle

Der Plan sieht vor, dass neue Topmodelle mit vier Betriebssystem-Updates ausgestattet werden und Sicherheitspatches für wenigstens fünf Jahre garantiert sind. Mit dieser Update-Garantie sind sicherlich die kommenden Find X6-Modelle ausgestattet und auch die neuen Foldables des Konzerns.

„Das Unternehmen erweiterte außerdem seine Update-Richtlinie für ColorOS, um vier große Android-Upgrades mit fünf Jahren Sicherheitspatches für ausgewählte Flaggschiff-Modelle ab 2023 zu garantieren.“

Zugleich garantiert Oppo aber auch vier große Updates seines ColorOS für ausgewählte Flaggschiff-Smartphones ab 2023. Konkret wird man jedoch nicht, wenn es um die Geräte geht. Und in keiner Silbe wird darüber gesprochen, ob nicht wenigstens auch die 2022er Flaggschiff-Smartphones von dieser neuen Garantie noch profitieren werden.

Man sieht auch bei Oppo, dass sich eine derart langfristige Versorgung mit Updates nicht rechnet und daher nicht auf günstigere Geräte angewendet wird. Jedenfalls nicht, solange es noch keinen politischen Zwang dazu gibt, wie er für Europa allerdings geplant ist.

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9 Kommentare

  1. Nein, diese Hersteller übertrumpfen Google nicht, wie du schreibst. Sondern sie VERSPRECHEN es nur. Mal sehen, wie lange die Halbwertszeit dieser Versprechen ist – sehen wir dann in spätestens 6 Jahren.

    1. Word.
      Denn solche Sprüche haben die Chinabuden schon so oft abgelassen und nix blieb davon auf Dauer erhalten. Ok, Huawei bringt im dritten Jahr des P30 Pro alle drei bis sechs Monate mal was mit einer höheren Versionsnummer – was oder ob da wirklich was an Security Fixes wirklich drin ist, kann man ja nicht nachprüfen. Bootloader ist schliesslich zu und somit kein root Zugriff möglich.

  2. Hallo,

    bitte auch bei jedem Artikel zu Google Pixel Smartphones einstreuen, bzw. besser markant-bissig darauf hinweisen, dass Google bei den Pixel Smartphones mit voller Absicht MiraCast sabotiert (die Bildschirm übertragen-Funktion funktioniert bei Pixel Smartphones ausschließlich zu einem Chromecast!)

    Und die andere, kabelgebunde Möglichkeit, nämlich der USB-C HDMI Alt Mode (genauer USB-C Displayport Alternate Mode) ist ebenfalls absichtlich totgelegt!

    Via USB geht dafür das proprietäre, weil Daten komprimierende auch eher langsame und vor allem sauteurere DisplayLink (ein DisplayLink-Dock kostet 80 bis 180€).

    Das sind Dinge, die in jedem einzelnen Artikel über Pixel Smartphones mit reingehören, bzw. es sollte auf einen entsprechenden Artikel verlinkt werden. Immer! So lange, bis Google das defekte Android der Pixel Phones repariert hat.

    (Ihr merkt schon: Google hat auch mich erfolgreich verarscht: ich konnte mir nicht vorstellen, dass sogar MiraCast frech verunmöglicht wurde – den Mist mit DisplayLink habe ich ja noch zähneknirschend, wenn auch verständnislos, akzeptiert, aber MiraCast totlegen?

    MiraCast ist eigentlich in 2022 eine Selbstverständlichkeit, erst Recht in der Liga Pixel 7 Pro, aber auch schon bei 300€-Geräten.

    Man kommt einfach genauso wenig darauf, dass das nicht zum Funktionsumfang gehört, wie man nicht drauf kommt, dass z.B. WLAN oder GPS fehlen könnten. Das hat einfach da zu sein! Erst recht ab einer bestimmten Preisklasse.

    Bin sogar der Meinung, die EU sollte dafür sorgen, dass solche absichtlich herbeigeführten Inkompatibilitäten per Gesetz untersagt werden. (Apple muss ja nun auch bald auf den Schmutzsammelstecker USB-C gehen, dabei war der proprietäre Ladestecker sicher wesentlich weniger ärgerlich es als absichtlich abgeschaltetes HDMI via USB-C oder gar absichtlich abgeschaltetes MiraCast ist!)

      1. Nun, da das hier gefühlt eine Pixel-Werbeseite ist, die jeden Tag zig Infos zu den Geräte bringt, sollte man auch die entsprechende Kritik hier anbringen können, denn das ist für den einen oder anderen vielleicht doch eine Kaufentscheidung. Und das Google ebenso wie Apple versucht, möglichst eigene Dienste und Apps zu bevorzugen ist ja nicht überraschend.

      2. Nun, da das hier gefühlt eine Pixel-Werbeseite ist, die jeden Tag zig Infos zu den Geräten bringt, sollte man auch die entsprechende Kritik hier anbringen können, denn das ist für den einen oder anderen vielleicht doch eine Kaufentscheidung. Und dass Google ebenso wie Apple versucht, möglichst eigene Dienste und Apps zu bevorzugen ist ja nicht überraschend.

    1. Miracast? Ernsthaft? Da haben wir gefühlt vor zehn Jahren zuletzt drüber geschrieben. Heute lese ich nirgendwo mehr davon, dass das irgendwo noch Thema wäre, geschweige denn auf irgendwelchen Datenblättern der Smartphone-Hersteller.

  3. Auf Oppos Versprechen würde ich aus eigener Erfahrung nicht allzuviel geben. Vielleicht gelten sie nur für einzelne Märkte, speziell China. Hatte das Oppo Reno 10x 5G, ein 1000-€-Gerät, und gerade mal ein Android- und Color OS-Update und wenige Sicherheitsupdates erhalten, weil es hier nur selten verkauft wurde. In China bekam man Color OS 11, vll. später auch 12, hier nur Color OS 7. Neben der mauen Updateversorgung wurde die Kamera gefühlt mit jedem Update schlechter. Habe das Gerät schweren Herzens schnell wieder verkauft, obwohl es optisch und haptisch sehr gelungen war. Aber für ein so teures Gerät war das ein No-Go. Schon wegen dieser Erfahrung würde ich kein Oppo mehr anschaffen.

  4. Gerade bei android-hilfe zum Spitzengerät von Honor gelesen, wie es mit den Updates läuft: Nach Lust und Laune.
    „I contacted Honor today to ask why they don’t deliver monthly security patches. They referred me to their website to show me that monthly is not a promise and they will switch to quarterly“.

    Es bleiben für Updatejäger bzw. Langzeitsupport wirklich nur noch Geräte von Google, Samsung und Apple zum Kaufen über. Der blanke Hohn, wie die Hersteller mit ihrer Kundschaft umgehen.

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