In der jüngeren Vergangenheit hat Google viele Schritte für Android unternommen, damit die Smartphone-Hersteller neue Android-Generationen schneller auf ihre Geräte bekommen können. Wichtige und externe Bestandteile wurden hierfür von der reinen Android-Software entkoppelt, sodass die neue Benutzeroberfläche samt neuen Schnittstellen schneller bei den Nutzern landen könnte. Doch nur wenige profitieren heute davon tatsächlich. Eine neue Chance kommt mit Android 12.

Google bringt neue Android-Generationen sofort an Mann und Frau. Kurz darauf scheint derzeit Samsung als einzige größere Marke flott folgen zu können. Besonders beim Wechsel auf das neuere Android 11 fiel auf, wie schnell Samsung eigentlich im Vergleich zu den meisten anderen Herstellern war. Hinzukommt die neue Update-Politik der Südkoreaner, mit der sich Samsung für einige seiner Geräte inzwischen zu drei neuen Android-Versionen bekennt. Eine Pflicht gibt es hierfür bislang nicht.

Samsung legt die Messlatte für Android-Updates höher

Fehlende Pflicht zu Updates lässt dieses wichtiges Thema immer wieder einschlafen

Ohne jetzt alles wieder aufzurollen: Noch nie war es den Herstellern so einfach, eine neue Android-Version auf die eigenen Geräte zu bringen. Das hat auch dafür gesorgt, dass sich Android 11 schneller als jede andere Android-Version verbreiten konnte. Dennoch profitieren nur wenige Nutzer hiervon und der Markt verspricht derzeit keine Verbesserung. Dabei könnte Google die Hersteller sogar in die Pflicht nehmen, was bislang nur nicht passiert ist.

Android ist zwar ein offenes Betriebssystem, doch nahezu alle Hersteller der westlichen Märkte stehen mit Google aufgrund der Google Mobiles Services in Verträgen. Hierüber steuert Google bereits einige Vorgaben an welche sich die Hersteller halten müssen. Bislang sieht Google allerdings von sämtlichen Pflichten im Bereich der Updates ab. Weder müssen neue Android-Generationen bis zu einem gewissen Zeitpunkt als Update bereitstehen, auch fehlt eine Verpflichtung auf Updates für mehrere Jahre.

Fehlalarm: Es gibt keine 4-Jahre-Garantie auf neue Android-Updates – was jetzt trotzdem besser ist

Android 12 und Android 13 wären die nächsten Chancen für Google endlich mehr durchzusetzen. Bei diesen kommenden Android-Generationen dürfte das Upgrade noch einmal vereinfacht werden, also könnte man Samsung, Xiaomi, OnePlus und Co. auch mehr in die Pflicht nehmen. Außerdem ist in den letzten Jahren die Lebenszeit der gekauften Geräte immer weiter angestiegen. Eine bessere Update-Versorgung käme den meisten Kunden zugute, auch wenn vielen Leuten dieses Thema gar nicht so wichtig ist.

Langlebigkeit, Sicherheit, Datenschutz, Privatsphäre und eine andere Punkte wären hierfür zu nennen, die durch eine bessere Pflege der Software positiv beeinflusst werden können. Es ist an der Zeit, Google muss dieses unpopuläre Thema angehen und von den Herstellern des Android-Ökosystems mehr einfordern. Wenig Hoffnung macht die jüngste Nachricht rund um die „seamless Updates“, die weiterhin nicht verpflichtend sind.

via CNBC, Androidpolice

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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