Nokia steht bei seinem Neustart zunächst für günstige Geräte, doch das erwartete Nokia 9 soll auf Niveau anderer Flaggschiff-Smartphones mitspielen. Von günstig bis teuer soll alles dabei sein, nach dem Marktstart der Nokia-Serie 3 – 6 soll später in diesem Jahr das neue 9er folgen. Ein Smartphone auf Augenhöhe mit etablierten Geräten der Android-Welt, was sich auch im Preis widerspiegelt.

Wie gut oder schlecht die Quellen von NokiaPowerUser auch sein mögen, sie bringen derzeit einen Preis von 749 Euro in die Diskussion rundum das besagte Gerät. So viel kostet ein LG G6 und ein Galaxy S8 ist mit seinen 799 Euro auch nicht weit entfernt davon.

Egal wie gut das Nokia 9 ausgestattet sein wird, ich hätte ja eher mit etwas niedrigeren Preisen gerechnet. Mehr werden wir dazu später erfahren. Details gibt es bislang keine offiziellen, Nokia hatte lediglich im vergangenen Jahr neue Smartphones* für alle Preiskategorien angekündigt.

Glaubt man den Gerüchten, wird das Nokia 9 ein 5,5″ großes OLED Smartphone mit Dual-Kamera an der Rückseite und 12 MP Kamera an der Vorderseite. Für den Antrieb erwarten die Insider einen Snapdragon 835, so wie er erstmals im Galaxy S8 zum Einsatz kommt.

  • CarFreiTag

    Die sollten sich eher an die Preise des One+ orientieren…

  • AyoTec

    Alles über 550€ wäre ein Argument für mich bei oneplus zu bleiben. Das neue oneplus 5 wird wahrscheinlich bei 500 Dollar / Euro liegen. Und das ist meine Schmerzgrenze.
    Nokia verkalkuliert such da Falls das stimmen sollte.

  • Mark-Ingo Thielgen

    Irgendwann wollen die halt mit dem teuren Namen Geld verdienen (was durchaus legitim ist).

    Mit den billigen Standard-Geräten 3, 5 und 6, die Nokia bis heute außerhalb Chinas (und dort auch nur das 6er) immer noch nicht liefern kann, wird das wohl kaum (noch) gelingen, weil gerade im unter- bis mittelpreisigen Segment die Konkurrenz riesig ist und auch nicht schläft.

    Aber Nokia verzettelt sich schon jetzt. Gleich zu Anfang vier verschiedene Modelle (sogar fünf, wenn man die Sonderausführung des 6ers mit 64 GB und Klavierlack hinzu zählt) auf den übersättigten Markt zu werfen zeigt ganz klar, das auch hier wieder mal Chinesen das sagen haben. Zur Erinnerung: Der Marktführer Apple (im letzten Quartal ganz knapp vor Samsung gelandet) hat im aktuellen Portfolio gerade einmal drei Smartphones…

    • Apple ist als Vergleich meistens schwach, denn Apple hat keine Konkurrenz im eigenen Lager. Apple kann den eigenen Markt selbst steuern. Wobei viele Android-Nutzer ja auch gar nicht wissen, wwas ihr Gerät eigentlich installiert hat. Sie haben ein Galaxy von Samsung und das reicht denen zu wissen.

      Bei günstigeren Geräten sieht das wiederum anders aus. Wenn ich schon jetzt sehe, wie derbst Huawei im Massenmarkt ankommt, hat die Überschwemmungsstrategie schon ihre Vorteile für die Konzerne. Samsung hat es anfangs nicht anders gemacht. Und jetzt? Drei eindeutige Serien. High-End, Mittelklasse und Einsteiger + ein Outdoor-Smartphone.

      • Mark-Ingo Thielgen

        Die „Überschwemmungsstrategie“ hat Samsung dereinst fast ruiniert.

        Und schaut man auf die Gewinnsituation, so schrieben in den letzten Jahren gerade mal zwei Konzerne der Mobile-Branche schwarze Zahlen: Apple und Samsung. Alle anderen weltweit agierenden Hersteller konnten sich nur dadurch am Leben halten, indem sie die Erfolge in anderen Unternehmenszweigen zur Quersubventionierung heran gezogen haben. Das geht bei Acer, Asus, Huawei, Lenovo, LG oder Sony locker, HTC kostet es bald (endlich?) den Kopf und so mancher chinesische Shooting Star verglüht schneller, als man schauen kann. Und das gilt eben auch für „junge“ Unternehmen, die der Idee der totalen Produktdiversifikation blind folgen (was oft daran liegt, dass in deren Entscheidungsebenen eben auch Chinesen sitzen – s. Gigaset oder eben HMD/Nokia).