Wenn die Bälle ausgehen oder der der Platz für die Monster knapp wird, bittet Niantic in Pokémon GO zur Kasse. 4 Jahre nach Start wächst der Umsatz weiter.

Pokémon GO ist am 6. Juli auf den Tag genau 4 Jahre alt geworden – herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Die Kooperation von Niantic und Game Freak führt seit jeher weltweit das location-based Smartphone-Gaming an und wurde selbst von Konkurrenten aus dem eigenen Haus nicht übertroffen.

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Wirft man einen Blick über den Tellerrand, erkennt man zumindest ernstzunehmende Rivalen in Asien. Da wäre zum Beispiel Dragon Quest Walk von Square Enix, für das die Nutzer mehr als 540 Millionen Dollar seit September 2019 ausgegeben haben. Weit abgeschlagen dahinter finden sich Jurassic World Alive von Ludia mit 76,5 Millionen Dollar oder Let’s Hund Monsters von Tencent mit knapp 70 Millionen Dollar über iOS alleine in China.

Falls ihr euch noch gut an den Release erinnern könnt, wisst ihr auch noch, wie unfassbar groß der Hype war. Man konnte Pokémon GO im wahrsten Sinne nicht aus dem Weg gehen – Kollegen, Freunde, Verwandte, alle hatten dieses Spiel installiert. Zwar kannte ich persönlich nicht so viele Menschen, die dann auch tatsächlich Geld dafür ausgegeben haben, ganz offensichtlich gab es davon aber eine ganze Menge.

Pokémon ist und bleibt die erfolgreichste Marke für Niantic, doch das hindert den Entwickler nicht daran, weitere neben Lizenzen wie Harry Potter weitere Experimente zu versuchen. Kurz vor dem Start steht zum Beispiel CATAN – World Explorers.

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2019 erfolgreichstes Jahr für Pokémon GO

Und diese Zahlungsbereitschaft hat mit den Jahren nicht weniger zugenommen, sie ist lediglich langsamer gewachsen. Trotzdem kamen so 2019 zum Beispiel noch rekordverdächtige 905 Millionen Dollar zusammen. Das ist das beste Jahr nach dem Launch 2016, in dem noch in der zweiten Jahreshälfte 832,5 Millionen Dollar zusammenkamen.

Der Analyse von SensorTower zufolge bleiben die USA der wichtigste Markt für Pokémon GO, wo insgesamt 35,4 Prozent bzw. 1,3 Milliarden Dollar ausgegeben wurden. Game Freaks Heimat Japan liegt auf dem zweiten Platz und auf dem dritten bereits Deutschland.

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Pokémon GO: Mehr Android-Downloads, aber Apple-Nutzer spendabler

Obwohl Android im Smartphone-Absatz einen Marktanteil von 85 Prozent ausmacht, ist die Verteilung der Pokémon-GO-Ausgaben relativ ausgeglichen. 1,9 Milliarden Dollar bzw. 53,6 Prozent kommen über den Play Store, 1,7 Milliarden Dollar bzw. 46,4 Prozent über den App Store.

Dafür hat Android die Nase bei den Downloads weiter vorn: 450 Millionen Downloads über den Play Store gegenüber 125,4 Millionen über den App Store. Das heißt im Umkehrschluss, dass Apple-Nutzer deutlich spendabler sind.

Dass Pokémon GO auch vier Jahre nach seinem Release noch so viele Spieler dazu bringt, freiwillig Geld für das ansonsten völlig kostenlose Gameplay auszugeben, hängt auch damit zusammen, dass die Entwickler sich immer etwas Neues einfallen lassen. Als es noch keine Kontaktbeschränkungen gab, zog es Tausende Spieler regelmäßig an einen Punkt in der realen Welt wie beim jährlichen Community Day.

Pokemon Go erhält Quarantäne-Update wegen Coronavirus

In Reaktion auf die Corona-Krise haben sich die Macher wiederum Gedanken gemacht und kurzfristig Spieltechniken auf die neuen Gegebenheiten angepasst. Regelmäßige Ingame-Events und Quests halten die Spieler schließlich langfristig an der Stange. Seid ihr noch dabei?

Preis: Kostenlos+
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Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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