Der Smartphone-Markt ist immer ein guter Indikator, wie es denn allgemein um die weltweite Wirtschaft steht. Und die wird im technischen Bereich derzeit stark von Faktoren wie der anhaltenden Chip-Krise oder Inflation beeinträchtigt. Die neusten Zahlen der Analysten von Canalys unterstreichen das. Demnach sind die Verkäufe von Smartphones im zweiten Quartal 2022 um satte neun Prozent gesunken.

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Xiaomi, Oppo und Vivo mit Problemen

Vor allem dank der erfolgreichen Galaxy-A-Serie konnte Samsung mit einem Marktanteil von 21 Prozent den ersten Platz belegen. Doch wollen Kunden nicht nur möglichst billige Smartphones kaufen: Als beliebtestes Samsung-Gerät derzeit stellte sich kürzlich das Highend-Phone Galaxy S22 Ultra heraus. Mit einem ebenfalls leicht gestiegenen von 17 Prozent besetzt Apple den zweiten Platz, was auf die bestehende Nachfrage nach dem iPhone 13 zurückgeführt wird. Xiaomi, Oppo – das strauchelnde OnePlus mit eingerechnet – und Vivo hatten hingegen in China weiterhin zu kämpfen, was sich in zweistelligen Rückgängen niederschlug.

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Logistik und Produktion beeinträchtigt

„Die sinkende Nachfrage bereitet der gesamten Smartphone-Lieferkette große Sorgen“, so Canalys-Analyst Toby Zhu. Zwar ginge es bei der Verfügbarkeit von Ressourcen wieder langsam bergauf, allerdings bestünden Probleme in der Logistik und der Produktion etwa durch Verschärfung von Importgesetzen und Zollverfahren in einigen Schwellenländern, was zu Verzögerungen im Versand führe.

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„Kurzfristig werden die Anbieter versuchen, den Absatz durch Werbeaktionen und Angebote vor der Markteinführung neuer Produkte während der Weihnachtszeit zu beschleunigen, um den Liquiditätsdruck im Vertriebskanal zu verringern“, heißt es weiter. Gleichzeitig sinke das verfügbare Einkommen der Verbraucher in diesem Jahr durch die steigende Inflation.

Verbraucher mit weniger Budget

„Die überversorgte Mittelklasse ist ein Segment für Hersteller, auf das sie sich konzentrieren sollten, um neue Produkte auf den Markt zu bringen, da die Verbraucher mit begrenztem Budget ihre Gerätekäufe auf das untere Ende der Skala verlagern„, analysiert Runar Bjørhovde von Canalys.

Wie sieht es bei euch aus: Habt ihr zuletzt ein neues Smartphone gekauft oder hat euch vielleicht sogar die Inflation davon abgehalten?

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Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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2 Kommentare

  1. Die Leute können das Geld nur einmal ausgeben. Und wenn Strom und Gas sich verdreifacht plus teurere Lebensmittel dann wird halt an sowas wie Handy gespart.
    Mal abgesehen davon, dass nur Google und Samsung eine vernünftige Update Politik hat. Das raffen die bei Xiaomi in 100 Jahren nicht mehr das es immer mehr Leute gibt, die darauf großen Wert legen.

  2. Sparen werd ich wohl nie müssen, auch, weil ich jeglichen Konsum nicht auf Prestige und Ansehen baue (obwohl ich es könnte), sondern er soll meist nur funktionale Zwecke erfüllen.
    Ich probier gern mal neue Geräte aus, aber eher im Preisbereich unter 300 Euro. Ein Apple SE3 könnte noch dazu passen, aber unbedingt brauchen tue ich es nicht.

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