Amazon Echo 2017 im kurzen Test

Amazon Echo 2017 Alexa Header

Amazon hat in diesem Jahr seinen Echo mit der zweiten Generation neu aufgelegt und bringt einige Neuerungen mit, wir haben uns den neuen Smart Home-Assisenten etwas näher angeschaut.

Wir hatten den ersten Echo vor einer Weile im Test, doch heute nutze ich viel mehr die Möglichkeiten dieser Assistenten. Ein großer Teil unserer zweiten Etage ist mit smarten Lampen ausgestattet, des Weiteren kommt der Echo immer wieder als Lautsprecher für Musik, Timer für die Küche und ähnlichen Geschichten zum Einsatz. Bei uns reicht ein einziger, da Wohnzimmer, Büro und Küche offen zueinander sind. Entscheidend ist hier also die Platzierung, wo der Sound für alle Räumlichkeiten gut zu hören ist und Alexa gut unsere Befehle entgegennehmen kann.

Zuletzt kam bei uns ein Echo Dot zum Einsatz, via Bluetooth gekoppelt an einen Lautsprecher. Beim neuen Echo konnte ich dann aber nicht mehr verzichten, ich wollte wieder alles in einem Gerät haben. Auch weil der Preis mit knapp 100 Euro ziemlich attraktiv ist. Vor ein paar Tagen kam der neue Echo also an, seither ist er täglich im Einsatz und ich bereit für ein erstes Fazit.

Fügt sich gut in die Wohnung ein

Ein Vorteil ist natürlich die Größe, mit seinem weniger hohen Gehäuse fällt der neue Echo auch weniger auf. Und Amazon bietet endlich verschiedene Styles an, sodass der Echo weniger wie ein technisches Gerät aussieht. Gefällt mir persönlich doch viel besser – der Frau natürlich auch. Ein weiterer Vorteil ist der wechselbare Style, man wird auch hierzulande die anderen Cover irgendwann kaufen können und Drittanbieter werden sicher noch zusätzliche Styles anbieten.

Sound: In der Mitte liegt die Wahrheit

Manche sind mit dem Sound des Echo 2017 sehr zufrieden, andere wiederum schwören auf die erste Generation des Echo. Ganz klar sind Unterschiede zu erkennen, der Sound ist nicht auf Niveau der ersten Generation. Mit dem letzten Update kann sich der Klang dennoch hören lassen, man hat eine ganz gute Balance gefunden. Interessant ist noch der gummierte Aufbau der Unterseite, jetzt nämlich besser für tiefe Bässe optimiert. Würde ich zumindest mal behaupten. Dafür muss der Echo aber auch auf massivem Untergrund stehen, um seinen Sound komplett entfalten zu können.

Ansonsten bin ich mit dem Sound zufrieden. Ich hatte ohnehin nie eine große Anlage, nur für den TV längere Zeit ein 3.1-System an einem recht guten Verstärker. Für Musik in Zimmerlautstärke (oder auch etwas lauter) reicht mit der neue Echo also locker aus, die Qualität der Wiedergabe würde ich trotz zahlreicher Kritik für gut befinden. Das hängt aber auch verdammt stark von der eigenen Empfindlichkeit ab. Andere finden den Sound vielleicht super geil, wiederum andere würde das Teil aus dem Fenster werfen.

Wenn ich unbedingt Kritik üben müsste, dann fehlt es mir trotzdem an Kraft bei tiefen Bässen. Fällt mir als HipHop-Liebhaber durchaus negativ auf, liegt aber wohl einfach an der Größe des Lautsprechers und den daher beschränkten Möglichkeiten. Dafür klingt der Sound nie blechern, was auch nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Weiteres zur Hardware

Etwas blöd ist der proprietäre Ladeanschluss, microUSB oder USB Type C wäre sicher auch drin gewesen. So muss man sich eben mit dem mitgelieferten Netzteil samt Länge des Kabels zufriedengeben.

Erfreulicher ist dafür die Verfügbarkeit der 3,5 mm Klinke, wobei ein optischer Audioanschluss sicher auch noch ne coole Sache gewesen wäre. Man kann halt nicht alles haben.

Für den Vergleich der Größe, habe ich einfach das Android-Smartphone meiner Wahl daneben platziert. Im Vergleich also ein OnePlus 5 mit dem aktuellen Echo. Das Teil ist also durchaus kompakt und benötigt nicht sonderlich viel Platz.

Alexa muss smarter werden

Unabhängig vom neuen Echo muss das Ökosystem von Alexa noch smarter werden. Da gibt es die neuen Routinen, die in Deutsch noch nicht komplett funktionieren und direkt zum Start schon der Konkurrenz hinterhinken. Auch ist es nicht möglich, mehrere Befehle gleichzeitig auszuführen. Ich würde zum Beispiel gern zwei Lampen bzw. Räume gleichzeitig mit einem Satz aktivieren: „Alexa, schalte Küche und Wohnzimmer an“, geht aber nicht und ließe sich nur über Umwege realisieren (fiktive Räume mit allen gewünschten Lampen anlegen). Oder: „Alexa, Musiker leiser und Sofa-Licht an“. No way, zum Zeitpunkt des Artikels zumindest.

Und so gibt es hier und da immer wieder kleine Dinge, die Alexa leider noch nicht kann. Es fehlt also derzeit an der Stelle, an der Alexa wie ein Mensch kapieren und reagieren sollte. Kein Beinbruch am Anfang, doch langsam können wir von Google und Amazon durchaus Fortschritte erwarten.

Fazit

Die erst zweite Generation des Echo ist ein gesunder Fortschritt. Man hat an Optik dazugewonnen, was auch dringend nötig war, des Weiteren ist die Technik konstant gut geblieben und dafür der Preis deutlich gesunken. Am eingesetzten System der Mikrofone gab es ohnehin nichts zu mäkeln, der Sound ist meines Erachtens noch immer gut. Für die mir persönlich fehlenden Fortschritte von Alexa kann die Hardware nichts, deshalb kann dieser Punkt nicht in die Bewertung einfließen.

Ich bin ein großer Fan von den Sprachassistenten, sie ersparen mir den ständigen Gang zum Lichtschalter und ich höre meine Lieblingsmusik auf Zuruf. Dafür ist der Echo verdammt gut geeignet und daher meines Erachtens eher eine Kaufempfehlung als es noch der teurere Vorgänger war.

Bei mir auch im Einsatz: Philips Hue und WiFi Steckdosen. Mein devolo-System ist in der neuen Wohnung noch nicht installiert, das Nuki Smart Lock auch noch nicht.