Android One war das Schlagwort des Mobile World Congress 2018, tauchte aber schon Monate vorher regelmäßig wieder in den Schlagzeilen auf. Aber was ist eigentlich dieses Android One, auf das unterschiedlichste Hersteller wie HTC, Motorola, Nokia und andere Android-OEMS gesetzt hatten? In einem weiteren Teil Teil der kleinen Serie „Android erklärt“ haben wir euch Android One erklärt, doch seither hat sich viel getan.

Programm faktisch eingestellt: Nach nur vier Jahren ist nicht mehr viel übrig

Wie in der aktualisierten Einleitung erwähnt, ist Android One seit einiger Zeit weg vom Fenster. Motorola, Xiaomi, Nokia, BQ und andere Android-OEMs haben sich Stück für Stück zurückgezogen und Android One ist bei Google gar kein Thema mehr. Was wohl daran liegt, dass die Zielgruppe von Android One nun von Google selbst mithilfe der eigenen Pixel a-Smartphones bedient wird. Zum Beispiel mit dem Pixel 6a.

Obwohl Android One faktisch der Geschichte angehört, hat Google das Programm immer noch nicht offiziell eingestampft. Das ist jedenfalls ungewöhnlich, aber auch nur noch eine Frage der Zeit.

Android One: Was hinter der einstigen Günstig-Offensive stand

Ursprünglich war Android One eine Initiative von Google, Android-Smartphones auch in den Regionen anbieten zu können, wo Gehälter deutlich niedriger sind. Android für Schwellenländer und Entwicklungsmärkte, wenn man so will. Später führte man dafür Android Go ein. Das ist eine abgespeckte Android-Version für Billig-Smartphones. Android One hatte sich derweil gewandelt, es wurden deutlich mehr Preisklassen abgedeckt.

Pixel für alle

Schon seit Jahren warten wir darauf, dass Google die Nexus-Vorteile für andere Hersteller anbietet. Nun aber hatte Google die Nexus-Marke eingestampft, bietet selbst nur noch hochwertige Pixel-Smartphones an. Doch es gibt wieder Licht am Ende des Tunnels, Android One bietet die Grundlage für viele Smartphones mit Stock-Android. Aber nicht nur das, es gibt auch endlich Updates.

Android One bietet nicht nur aktuelle Sicherheitspatches, sondern verspricht Major-Updates für immerhin zwei Jahre. Wer sich also heute ein Nokia 7 Plus mit Android One in Version 8 kauft, der sollte mindestens noch Android 9 und 10 erhalten. Zudem sollen Updates zeitnah verfügbar sein, nachdem die neue Software von Google freigegeben wurde. Zumindest Nokia zeigte sich zu Beginn flott, Android 9 war knapp zwei Monate nach Veröffentlichung für das erste Gerät erschienen.

Mit Android One erhältst du mindestens zwei Jahre lang Upgrades auf die aktuelle Android-Version. Dadurch hast du Zugriff auf neueste Innovationen und dein Smartphone läuft auch nach langer Zeit noch genauso gut wie am ersten Tag.

Google geht Problematik mit Android-Updates an

Google geht mit Android One also endlich die seit Jahren viel diskutierte Update-Problematik der Android-Smartphones an – diesmal aber richtig. Selbst günstigere Geräte sollen so über einen üblichen Nutzungszeitraum immer aktuell ausgestattet sein. Nicht nur neue Funktionen werden bereitgestellt, auch die Sicherheit wird gewährleistet. Lange Zeit ein Problem in der Android-Welt.

Und es ist erfreulich, dass Google schnell die ersten Hersteller begeistern konnte. HTC und Xiaomi sind seit Ende 2017 dabei, Nokia bringt ab Februar 2018 ausschließlich Android One-Smartphones an den Start. Auch kleine Marken wie BQ sind an Bord. Dennoch muss sich zeigen, wie gut die Hersteller sind, wenn es um die dauerhafte Bereitstellung neuer Android-Updates geht. Wir sind guter Dinge.

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