Samsung muss erneut einen Wandel der eigenen Strategie vorbereiten. Denn derzeit sieht nicht mal mehr Google eine Chance darin, dass Samsung langfristig mit Apple schritthalten kann. Und auch intern sieht Samsung selbst eine große Gefahr in der aktuellen Sandwich-Situation.

Was genau ist damit gemeint? Samsung ist zwar Smartphone-Marktführer, aber hängt vor allem im Premium-Segment den Amerikanern hinterher. Inzwischen scheint Apple wieder zu enteilen, während im Rückspiegel immer mehr chinesische Konkurrenten wie Vivo, Oppo und Xiaomi auftauchen. Dieser Situation möchte Samsung entfliehen und es gibt intern wohl schon entsprechende Vorgaben zur Umsetzung.

Samsung will Wettbewerbsfähigkeit stärken, anstatt nur Kosten zu senken

Zuletzt hat sich Samsung auf Produkte konzentriert, die es inzwischen aber auch von der Konkurrenz gibt. Ein gutes Beispiel ist die etwas günstigere Galaxy A-Serie, die längst nicht mehr herausstechen kann. Xiaomi und Co. nagen an den Marktanteilen und machen Samsung das Leben schwer. Deshalb plant Samsung, sich neu auszurichten.

Intern gibt es die Vorgabe an alle beteiligten Teams, dass die „Stärkung der Produktwettbewerbsfähigkeit“ im Fokus stehen soll. Es müssen „weniger Gedanken an Kostensenkungen“ verschwendet werden, so die hochrangigen Samsung-Manager. Viel mehr muss eine „Maximierung des Galaxy-Kundenerlebnisses“ erzielt werden.

Samsung muss echten Galaxy-Mehrwert schaffen

Es müssen Gründe geschaffen werden, warum Käufer ausgerechnet zu einem Galaxy-Smartphone greifen. Und diese Gründe müssen auch dafür sorgen, dass Kunden sich komplett im Galaxy-Ökosystem niederlassen. Das ist etwas, was außer Apple bislang kaum ein anderer Hersteller realisiert bekommt.

Intern passieren längst die ersten Schritte. Samsung stellt sich derzeit bei der Chip-Entwicklung für die Zukunft komplett neu auf. Die Exynos-Reihe war wohl eine Sackgasse. 2023 kommt zur Überbrückung in der Galaxy S-Reihe weltweit der aktuellste Qualcomm-Chip zum Einsatz. 2025 soll das Jahr der Wahrheit werden.

Google zeigt, wie ein eigenständiges Kundenerlebnis aussehen kann. Live-Übersetzung, Call Screen, Assistant Voice Typing und einige andere Dinge sind tatsächlich einzigartig auf den Pixel-Handys. Das sind echte Verkaufsargumente. Schnelle Hardware für faire Preise ist heute das, was man überall bekommt. Diese Faktoren sind austauschbar.

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6 Kommentare

  1. „Call Screen, Assistant Voice Typing“

    Geht mir ehrlich gesagt am Arsch vorbei, abgesehen davon, dass es dafür auch deutschsprachige Begriffe geben dürfte. Die Pixel Kameras weisen erhebliche Mängel auf, z.B. Fehlen des 2x Zooms und Rote Schleier am Himmel nachts in der Nähe von Leuchten. Deshalb kann ich das nicht kaufen.

  2. …..Das ist etwas, was außer Apple bislang kaum ein anderer Hersteller realisiert bekommt….
    mich würde mal interessieren welche anderen Hersteller es da geben sollte die für das „kaum“ gesorgt haben?

  3. Also ich möchte nicht im Apple Ökosystem gefangen sein. Bin froh das es so viel Konkurrenz für Samsung gibt. Das belebt das Geschäft und bringt Innovationen in die Android Welt. Apple hängt mittlerweile mit ihrer langweiligen Software ziemlich der Androidwelt hinterher. Mit der S23 Serie werden viele Probleme der Vergangenheit angehören. Außerdem welches andere Handy als das S22 ultra bietet einen integrierten Stift und einen 10 fachen Zoom. Die Alleinstellungsmerkmale sind es die den Unterschied ausmachen oder gibt’s bei Apple etwa ein faltbares Handy.

  4. „Und diese Gründe müssen auch dafür sorgen, dass Kunden sich komplett im Galaxy-Ökosystem niederlassen.“

    Nö, eben genau das will ich nicht. Ich möchte mir die Freiheit bewahren quer zwischen verschiedenen Android-Geräten wechseln zu können ohne mich da an einen Hersteller zu binden. Ich kaufe mir ja auch kein Auto mit dem ich nur an Tankstellen einer bestimmten Marke tanken und nur auf bestimmten Straßen fahren kann.

    Wer braucht solche Samsung-Apps wie Emoji-Sticker, Deko-Bild (über 100MB!) und so einen Kinderkram? Die sollen gute Hardware anbieten und ihre Finger von eigener Software lassen, das können die nämlich nicht besonders gut.

  5. „Und diese Gründe müssen auch dafür sorgen, dass Kunden sich komplett im Galaxy-Ökosystem niederlassen.“

    So was mache ich grundsätzlich nicht, weil ich mir die Freiheit, zu wechseln, nicht nehmen lassen will.
    Man kennt ja das Gejammer aus der Klotz-Fotografie, wo die Leute tausende von Euro in ihr Kamerasystem investiert haben und sich angesichts solcher Kosten gehindert sehen, die Marke zu wechseln.

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