Android und Google Pixel entwickeln sich gerade in sehr vielen Bereichen weiter. Hier hilft gerade Samsung kräftig mit. Für beide Unternehmen war die enge Partnerschaft wohl die beste Entscheidung.

Samsung und Google wirkten für eine lange Zeit wie nicht wirklich gut befreundete Freunde, aber in diesem Jahr wurde alles anders. Die Rolle von Samsung für die Android-Welt ist größer denn je. Das ist aber nicht zwingend nur positiv zu sehen. In unserem kleinen Rückblick verraten wir euch, wo Google und Samsung jetzt besonders gerne gemeinsam unter einer Decke stecken.

Samsung Galaxy Watch 4 und Wear OS

Wear OS hat den „by Google“ Zusatz nicht mehr im Namen, was wohl spätestens im Frühjahr entschieden wurde. Seither ist nämlich offiziell bestätigt, dass Google mit Samsung für Wear OS eine sehr enge Partnerschaft führt. Tizen für Smartwatches ist eingestellt. Samsung hat sein Know-how komplett in Wear OS gesteckt und setzt jetzt wieder auf das Smartwatch-Android.

Diese Partnerschaft sorgte für einen exklusiven Deal, der vorrangig Samsung erfreuen dürfte. Das neue Wear OS 3 erschien bislang nämlich ausschließlich auf der Galaxy Watch 4. Neue Geräte anderer Hersteller haben das neue Wear OS nicht und Bestandsgeräte sollen Updates erst zur Jahresmitte 2022 erhalten. Im Gegenzug musste Samsung nicht mal Google Assistant vorinstallieren.

Samsung ist also gerade ein extrem exklusiver Wear OS-Hersteller und hat die Verkaufszahlen erstmals ordentlich antreiben können. Google profitiert daher auch. Nur alle anderen Hersteller – wie zum Beispiel Fossil – bleiben zunächst auf der Strecke.

Google setzt sich stark für Samsung-Foldables ein

Schon im Laufe der letzten beiden Jahre war klar, dass Samsung und Google auch im Bereich der Foldables enger zusammenarbeiten. Samsung bietet auf diesem Gebiet die meisten und besten Geräte an. Allerdings erfordern faltbare Android-Geräte auch diverse Anpassungen im Bereich der Software.

Hier ist Google am Zug. Im Frühjahr gibt es mit Android 12L sogar ein besonders auf derartige Geräte optimiertes Android. Google wirbt für Android auf Foldables, allerdings vorrangig mit der Hardware von Samsung. Es gibt sogar Werbeclips, in welchen Google die Geräte von Samsung stark bewirbt.

Samsung liefert Hardware für neue Google-Phones

In diesem Jahr hat sich Google für komplett neue Smartphones entschieden. Es gibt in der Pixel 6-Serie eine neue Hauptkamera und erstmals einen eigenen Google-Prozessor. Die Hauptkamera basiert auf einem 50 Megapixel Sensor von Samsung. Für Tensor hat sich Google außerdem einen Exynos-Prozessor von Samsung geholt und an die eigenen Bedürfnisse angepasst sowie optimiert.

Es heißt, dass Google auch für ein eigenes Pixel Fold sehr eng mit Samsung zusammenarbeiten möchte.

Google und Samsung liefern die ersten Smartphones für den Digital Car Key und andere Softwareprojekte

Neben all diesen Dingen verwundert es kaum, dass ausgerechnet Google und Samsung die ersten Android-Smartphones für den Digital Car Key anbieten können. Zudem erlaubt Samsung Google Discover und Messages als System-Apps auf den Galaxy-Geräten. Dafür hat sich Google für Android 12 ein paar Design-Eckpunkte von One UI abgeschaut. Nicht zu vergessen die Angleichung der Update-Garantie, die Samsung auch dieses Jahr durchführte.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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9 Kommentare

  1. so oft wie da Google steht kann man sich ja mal verschreiben.. aber dass Google sich bei Google für das Fold Hilfe holt kann ich mir nicht vorstellen ;D

  2. „Samsung bietet auf diesem Gebiet die meisten und besten Geräte an.“
    Das OPPO Find N ist ganz objektiv das bessere Foldable als das Fold 3.
    Und ich glaube nicht, dass Google für sein Pixel Fold mit Google zusammenarbeiten möchte^^

    1. Sehe ich nicht so, das Fold 3 hat das bessere Format. Das N scheint mir hingegen mit dem quadratischen Format ziemlich sinnlos. Zudem ist das Fold Wasserdicht und hat die bessere Software laut Tests. Einzig die nicht sichtbare Falz spricht für das N ansonsten ist es in allen Belangen unterlegen.

    2. Es ist so gut, das Oppo Ding, das man es kaufen kann. Oh wait. 😅

      Hier geht es mir schon um erhältliche Geräte und nicht um vom Youtuber abgefeierte Chinaware, die nirgendwo erhältlich ist

  3. Samsung DeX ist schon eine Ansage, die für Samsung spricht. Wenn Google seine Pixel-Geräte nicht mit dem Desktop Mode ausstatten möchte, dann wird mein nächstes Smartphone wohl eins von Samsung. Schade nur, dass sich die vorinstallierten Samsung-Apps nicht allesamt deinstallieren lassen (und exakt das), denn ich nutzt das Google-Ökosystem. Und leider muss ich wohl tiefer in die Tasche greifen, denn das teure Z-Serie Smartphone ist das einzige, das auf dem Hauptbildschirm keine Notch und kein Punchhole hat.
    Aber noch läuft mein Pixel 4. Dennoch eine spannende Entwicklung, die wohl beiden Partnern zugute kommt. Aber wie sehen das andere Hersteller? Fühlen die sich nun nicht ein wenig, nun ja, hinten angestellt?

  4. @Thomas: DEX hab ich getestet… ganz ehrlich: Kannste vergessen… im Vergleich zu Chrome OS einfach nur schrecklich limitiert.

  5. @Mebra DeX ist aber ein integrierter Modus in Samsung SMARTPHONES und braucht keinen separaten Laptop. Du vergleichst grade n
    One UI Modus mit nem kompletten Betriebssystem.

  6. Meiner Meinung nach stecken Samsung und Google schon länger zusammen, als man denkt.
    Das wird der Rechtsstreit um Patentrechtsverletzungen – Netlist gegen Google und Netlist gegen Samsung hoffentlich noch zeigen.

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