Google stattet seine Messages mit deutlich mehr Funktionsumfang aus und stellt die App zugleich für Android-Geräte ohne Lizenz ein.

Google baut seine einstige SMS-App seit 2019 immer weiter aus. Die Integration der weltweiten RCS-Unterstützung inklusive Verschlüsselung bringt allerdings auch weitere unerfreuliche Veränderungen mit sich. In erster Linie ist Messages durch die neuen und teilweise exklusiven Neuerungen ein echter Google-Dienst, den der Konzern wohl deshalb auch etwas exklusiver vertreiben möchte.

Was demnächst neu ist, verrät schon heute ein Blick in den Quellcode der aktuellen App-Version. Dort teilt Google in einem gefundenen Textbaustein mit, Messages demnächst für Geräte zu streichen, die nicht von Google lizenziert sind. „Nach dem 31. März funktioniert die Messages-App nicht mehr auf Geräten ohne Zertifizierung“, heißt es dort frei übersetzt.

Google drängt auf Samsung-Smartphones mit mehr Apps

Für die meisten Android-Geräte in unserer Region bleibt diese Entscheidung wohl ohne Auswirkungen. Eigentlich steht bei dieser Entscheidung mit Huawei wieder mal nur ein großer Smartphone-Hersteller im Fokus, der seit bald zwei Jahren einige seiner Android-Smartphones ohne Google-Lizenzen vertreibt.

Wie viele Huawei-Smartphones sind betroffen?

Bleibt in unseren Augen nur spannend zu beobachten, ob da auch die Android-Geräte von Huawei reinzählen, die zwar noch mit Google-Lizenz im Handel erschienen sind, aufgrund der später entzogenen Lizenz bzw. Ausnahmegenehmigung allerdings bislang keine Android-11-Updates erhalten. Eine fehlende Zertifizierung der neuen Software durch Google scheint Updates unmöglich zu machen.

Derweil warten die meisten Nutzer wohl auf eine Freischaltung von RCS in Google Messages, um die modernen Chatfunktionen endlich verwenden zu können. Google plante den Rollout weltweit unabhängig der Netzanbieter, doch scheint dafür noch immer viel Zeit zu benötigen.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Die Messenger Dienste will die westliche Politik auf ihre Linie bringen. Vielleicht hat Google auch das Interesse an den Messenger Diensten verloren, weil dadurch auch der Druck der Politik auf Google steigt. So mancher Politiker will unter den Deckmantel der Bekämpfung des Hasses, gleich alle anderen Meinungen mit bekämpfen.

    Google will auch die Sync Funktionen im Chromium Browser bald deaktivieren. Dürfte wohl vor allen Linux Nutzer treffen, da sonst Chrome die erste Wahl ist.

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