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Honor setzt in Zukunft auch auf 5G-Chips von MediaTek

Jonathan Kemper

Veröffentlicht

in Android

am

Honor X10 (1)

Für Huawei und Honor dauert die Krise schon etwas länger – begonnen hatte sie mit dem Handelsembargo 2019. Vielleicht profitiert MediaTek davon.

Das Handelsembargo bleibt bestehen, mussten wir erst vor einer guten Woche berichten. Der taiwanesische Chiphersteller TSMC nimmt derzeit keine neuen Aufträge mehr an, weshalb sich Huawei Alternativen zu seiner bisher verbauten Kirin-Reihe überlegen muss. Das betrifft natürlich auch die Tochterfirma Honor.

Huawei ist in den Streit zwischen USA und China gelangt, der zumindest für das Unternehmen immer schlimmer wird. Seit einem Jahr liegt Huawei auf der Schlachtbank der Trump-Regierung, scheint dabei machtlos zu sein. Einfluss haben die USA bei der Geschichte rund um die Halbleiter weltweit, weil viele auf amerikanischen Technologien basieren oder damit produziert werden.

Bericht: Drastische Maßnahmen gegen Huawei und deren Beziehungen zu Chipherstellern

Zhao Ming, aktueller Präsident von Honor, hat sich zu dieser Problematik am Rande des Honor-10X-Launch in China geäußert, berichtet Pocketnow. So wolle man seine Geschäftsbeziehungen zu MediaTek wieder intensivieren. Konkret sei man an den 5G-Chips der Firma interessiert. Die sind in der noch recht jungen Dimensity-Serie von MediaTek zu finden, die günstig startet und bis Highend-Level mit dem Dimensity 1000 reicht. Konkurrenz macht dieser Chip mit 7 nm Strukturbreite zum Beispiel dem Qualcomm Snapdragon 865 oder dem Kirin 990.

The President of HONOR’s Business unit, Zhao Ming addressed the issue after the launch of HONOR X10. The exec said that HONOR is looking to strengthen its relationship with MediaTek. The company plans to utilize MediaTek’s 5G SoCs.

Auch Huawei bald mit MediaTek-Chips?

Chinesische Hersteller wie Xiaomi setzen längst auf MediaTek, der Dimensity 820 befeuert unter anderem das Einsteigerphone Redmi 10X. Durchaus denkbar ist es, dass es nicht bei Honor bleibt, da schließlich Kirin-Alternativen bei den Flaggschiffen des Mutterkonzerns Huawei benötigt werden. Glück im Unglück: Die verstärkte Nachfrage könnte MediaTek langfristig den Rücken stärken und zu einer ernstzunehmenden Alternative zu Qualcomm machen.

Huawei ohne Google-Apps: Das scheint von langer Dauer zu sein

Neben MediaTek taucht allerdings ein weiterer Name auf: SMIC. Die Semiconductor Manufacturing International Corp. erhält nämlich eine saftige Finanzspritze von rund 2,25 Milliarden Dollar von der chinesischen Regierung. Im April gab der Chiphersteller seinen Mitarbeitern anlässlich des 20-jährigen Firmenjubiläums ein Honor Play 4T mit den Worten „Powered by SMIC“ eingraviert, woraus sich schließen lässt, dass sie für die Fertigung des Kirin 710A verantwortlich waren.

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