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Android

Android-Hersteller: Endlich mehr Fokus auf Software-Support

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

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In den letzten Monaten hat sich auffällig viel in der Android-Landschaft getan, immer mehr Hersteller haben ihre eigene Software zurückgebaut und bekräftigen den Willen einen besseren Langzeit-Support bieten zu wollen. Obwohl wir aufgrund der Warterei auf einige Oreo-Updates durchaus die Besorgnis hatten, dass die Hersteller mit ihren Android-Updates nun noch länger brauchen, selbst bei teuren Flaggschiff-Geräten, ist der allgemeine Trend zuletzt ein anderer gewesen.

Xiaomi will vermehrt auf Android One setzen, BQ setzt bei Flaggschiff-Geräten auf Android One und Nokia wird ab der neusten Generation ausschließlich auf Android One setzen. Insbesondere Nokia dürfte ein Beweis dafür sein, wie gut derartige Strategien funktionieren können – ein Blick auf die Marktanteile der OEMs reicht aus. Aber auch Huawei hatte sich zuletzt von der positiven Seite gezeigt, HTC tut das durchaus auch und LG überrascht mit eigenem Software Upgrade Center.

Kundenbindung statt kurzfristiger Gewinn

Gegen Ende 2017 zeigte sich erstmals, dass der Smartphone-Markt tatsächlich gesättigt ist. Der Absatz neuer Smartphones wird sich nun langsam einpendeln, könnte sich demnächst sogar rückläufig verhalten. Heute kaufen die Leute keine Smartphones mehr, weil sie noch nie eines hatten. Daher gibt es im Grunde weniger unerfahrene Neukunden. Statt das einst schnelle Wachstum für fette Gewinne zu nutzen, denken die Hersteller jetzt um.

Nun gilt der Kundenbindung ein höherer Fokus.

Kunden bindet man meines Erachtens in erster Linie mit Zufriedenheit, denn bei Unzufriedenheit kann der Kunde jederzeit aus unzählig vielen Alternativen wählen. Genau da sollte man als Hersteller/OEM gar nichts anbrennen lassen. Xiaomi hatte sich dazu neustens geäußert, die Chinesen binden Kunden über stets gleichbleibend Niedrigpreise und gute Qualität. Aus meiner Sicht ist aber auch die Software ein wichtiges Thema.

Das geht mit Android One sogar so weit, dass wir abseits der Google-Smartphones eine Update-Garantie bekommen. Nokia, Xiaomi, BQ, HTC, Motorola sind dabei, hoffentlich werden noch ein paar weitere Hersteller auf diesen Zug aufspringen oder zumindest eine ähnliche Qualität mit eigener Software liefern. Wobei auch hier ein Umdenken stattfindet, Marken wie ZTE und Nubia verzichten inzwischen auf eine eigene UI und setzen des Software-Supports zuliebe auf Stock-Android.

Android erklärt: Was ist Android One?

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