Endlich, möchte man sagen. Denn eine entscheidende Veränderung, die jetzt in der ING-App und im Online-Banking umgesetzt wird, sorgt dafür, dass ihr euren „echten Kontostand“ seht. Diese Veränderung kommt aber nicht bei allen Kunden gut an, denn ING hätte auch einen Mittelweg nutzen können.
Die neueste Veränderung bedeutet: Der neue Kontostand in der App zeigt tatsächlich euer verfügbares Geld an. Das heißt, im Kontostand, den ihr zum Beispiel in der Kontoübersicht auf der Startseite der ING-App seht, werden nun auch die Umsätze eingerechnet, die bereits vorgemerkt, aber noch nicht gebucht sind.
Beispiel: Wenn euer Konto über 500 Euro verfügt und ihr noch ungefähr einen Wert von 300 Euro an vorgemerkten Buchungen habt, dann werden diese 300 Euro jetzt bereits sichtbar abgezogen – und ihr seht daher den tatsächlichen Kontostand von 200 Euro.
Das sagt die ING:
Ihr Kontostand zeigt jetzt mehr als die abgebuchten Beträge. Er zeigt auch Umsätze, die schon vorgemerkt sind. Das sind zum Beispiel Lastschriften oder Kartenzahlungen. Diese Beträge sind schon vom verfügbaren Geld abgezogen. Die endgültige Buchung passiert später. Das nennt man Wertstellung. So sehen Sie immer, wie viel Geld Sie wirklich haben. Mehr Infos zur Wertstellung finden Sie in den Umsatzdetails.
Andere Banken zeigen zwei Kontostände
ING hat jedoch verpasst, einen Mittelweg zu gehen, nämlich einfach beide Kontostände anzugeben, wie das z. B. Comdirect und Deutsche Bank machen. Dort sieht man auch auf der Startseite den Kontostand mit allen gebuchten Umsätzen und direkt darunter in leicht anderer Schrift den angepassten Kontostand mit vorgemerkten Umsätzen.

Das ist der größte Blödsinn. Durch das einrechnen vorgemerkter Buchungen die erst in 1-3 Tagen gebucht werden kann ich meinen echten Kontostand eben nicht mehr nachvollziehen. Wenn dann hätte man zusätzliche Saldoangaben einführen müssen. Kontosaldo (gebucht wie bisher), Disposaldo/verfügbarer Betrag, mit und ohne Disporahmen. Aber das was jetzt umgesetzt wurde ist maximal sinnfrei.
Das verstehe ich nicht ganz. Nur weil die vorgemerkten Buchungen erst in 1-3 Tagen gebucht werden, heißt das ja nicht das der tatsächlich verfügbare Betrag unverändert bleibt. In dem Beispiel aus dem Artikel mit 500€ Saldo und 300€ an vorgemerkten Buchungen sind trotz „Vormerkung“ der Buchungen nur 200€ zum Überweisen/Bezahlen/Abheben verfügbar. Solange man kein Dispo hat kann man also bspw. keine 201€ Überweisen/Bezahlen/Abheben, somit sind alleinig die 200€ Saldo korrekt und realistisch. Was ist dann der Nutzen von einem Saldo ohne vorgemerkte Umsätze wenn es nicht der realistischen Ausgabekraft entspricht?
Die Bank mit dem Löwen 😆 Da ist mir die Anzeige in der Sparkassen App deutlich lieber. Kontostand wird ohne vorgemerkte Buchungen angezeigt und darunter mit – die Summe der vorgemerkten Buchungen. Will man nun wissen was danach bleibt muss man halt Rechnen aber man weiß genau was aktuell auf dem Konto ist.
Ich glaube die ING spekuliert darauf,dass bei einem sofortigen Abzug eines vorgemerkten Betrages, ein möglicherweise Minusbetrag vom Extrakonto ausgeglichen wird, man selber einen mehrtägigen Zinsverlust erleidet, bzw die ING einen Zinsvorteil.