Samsung: Die Ultra-Kamera soll auch die nächsten Jahre zurückbleiben

Samsung Galaxy S25 Ultra Hero

Bild: Samsung

Samsung will bei seinen kommenden Galaxy-S-Ultra-Modellen offenbar weiterhin auf die bisherige Kameratechnik setzen. Wie der chinesische Leaker IceUniverse berichtet, hat das Management des südkoreanischen Konzerns Pläne verworfen, im Galaxy S27 Ultra einen moderneren 200-Megapixel-Sensor zu verbauen. Stattdessen soll Samsung mindestens bis zum S29 Ultra an einem hauseigenen ISOCELL-Chip festhalten, der dem aktuell im Galaxy S25 Ultra verwendeten Sensor ähnelt.

„Angesichts der Tatsache, dass Samsung seit mindestens drei Generationen denselben Hauptsensor verwendet, ist es unwahrscheinlich, dass das S27 Ultra, S28 Ultra oder sogar S29 Ultra bedeutende Überraschungen in Bezug auf die Hauptkamera bieten werden“, so der Leaker. Samsung hat zwar seit dem Galaxy S23 Ultra (2023) den ISOCELL HP2 im Einsatz und konnte durch Software-Optimierungen einiges wett machen, doch die Konkurrenz holt auf.

Samsung scheut offenbar die höheren Ausgaben für neuere Sensoren wie den kürzlich vorgestellten Lytia LYT-901. Der Sony-Sensor bietet mit seinem 1/1,12-Zoll-Format größere Sensorpixel (0,7 Mikrometer) und vereint ebenfalls 16 Pixel für bessere Aufnahmen bei schwachem Licht. Auch OmniVision hat mit dem OVB0D einen vergleichbaren 1/1,1-Zoll-Sensor im Angebot. Im S26 Ultra soll immerhin die Blende vergrößert werden, was zu mehr Lichtausbeute führen könnte.

Während Hersteller wie Oppo, Vivo, Xiaomi und Honor in den kommenden Monaten auf diese neuen, leistungsfähigeren Sensoren setzen wollen, bleibt Samsung bei einem kleineren 1/1,3-Zoll-Format. Physikalisch bedeutet das weniger Lichtausbeute und schlechtere Low-Light-Performance, zumindest rein hardwareseitig.

Die Entscheidung könnte Samsung mittelfristig im Premium-Segment zurückwerfen. Gerade im direkten Vergleich mit chinesischen Flaggschiffen droht der Rückstand in der Bildqualität sichtbar zu werden. Ob Samsung das weiterhin durch verbesserte Bildverarbeitung und KI-Features ausgleichen kann, bleibt abzuwarten. Für Nutzer, die Wert auf modernste Kamerahardware legen, könnte das ein Grund sein, zur Konkurrenz zu wechseln.

via Winfuture

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