Effizienter als Tesla? CLA EQ-Fahrer melden „sehr beeindruckende“ Winter-Reichweiten

Mercedes CLA EQ

Schon mehrmals war der CLA EQ bei uns Thema, weil es wohl das erste echte deutsche Langstrecken-Elektroauto ist. Aber all die Theorie und professionellen Testberichte sind natürlich trotzdem etwas anders als der reale Autobahnverkehr. Nun gibt es immer mehr Berichte und wir sehen gut, wie sich der erste Elektro-Benz auf neuer Plattform wirklich schlägt.

Mercedes hat beim CLA EQ nicht nur einen guten cW-Wert realisiert, sondern auch einen neuen Antrieb integriert und setzt dabei sogar auf zwei Gänge. Damit ist es möglich, den CLA bei niedrigen Geschwindigkeiten effizient zu bewegen und auch bei höheren Geschwindigkeiten. Die ersten Kunden können das bestätigen, sogar im Winter.

CLA auf der Autobahn auch im Winter sehr effizient

Zwei Berichte eines reddit-Nutzers konnten mich beeindrucken. Er berichtete unter anderem von einer Fahrt bei durchschnittlichen 138 km/h und einem Verbrauch von 19,9 kWh. Hier bei einer Temperatur von knapp -2 Grad. Eine andere Fahrt bei durchschnittlich 110 km/h resultierte in einem Verbrauch von 17,4 kWh auf 100 Kilometer.

Was jeweils unterm Strich steht: Mit dem CLA EQ 250+ kommt man auf jeden Fall auf der Autobahn auch im Winter über 400 Kilometer weit bis zum ersten Ladestopp. Durch die hohe Ladeleistung von über 320 kW, die quasi sofort verfügbar ist, kann man in deutlich unter 15 Minuten Pause Hunderte Kilometer nachladen.

Andere Nutzer berichten ähnliche Erfahrungen mit dem Mercedes-Stromer: „Habs auch getestet und bin bei 130 immer locker unter 19kwh gelandet. Echt sehr gut.“

Viele Konkurrenten sind bislang chancenlos

Dennoch darf man auch nicht vergessen, dass Bereifung, Felgengröße und andere Faktoren recht viel Einfluss haben können. In den Kommentaren fand ich sich ein Enyaq-Fahrer, der bei Wind und Schneematsch auf 32 kWh Verbrauch statt gewohnten 22 kWh landete. Ein anderer Fahrer mit Audi A6 Avant E-Tron berichtet von über 26 kWh bei Tempomat 130.

Fahrer anderer Elektroautos bestätigen in den Kommentaren jedenfalls durchweg, dass sie die Werte des CLA nicht annähernd erreichen und oftmals deutlich darüber liegen. Nur Tesla-Fahrer wollen sich naturgemäß nicht geschlagen geben. Es gibt also große Fortschritte bei deutschen Elektroautos, das kann man nicht anders sehen und erfreut uns natürlich sehr.

Interessant: Umgerechnet liegt der berichtete Stromverbrauch des CLA EQ wohl bei weniger als 2 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Was untermauert, wie effizient Elektroautos sind.

Hohe Reichweite auch im Alltag extrem nützlich

Vergessen wir aber mal die Autobahn und denken auch an alle, die nicht zuhause laden können und auf das öffentliche Angebot zurückgreifen müssen. Wer hier 400 Kilometer bei typischen Pendelstrecken noch sehr viel weiter mit einer einzigen Ladung kommt, muss im Alltag natürlich umso seltener eine Ladestation aufsuchen, was den Stromer auf das Verbrenner-Niveau hebt.

6 Gedanken zu „Effizienter als Tesla? CLA EQ-Fahrer melden „sehr beeindruckende“ Winter-Reichweiten“

  1. ihr müsst mir bitte mal die Rechnung im Vergleich zum Diesel aufzeigen.

    ich fahre einen Hybrid un finde in den seltensten fällen eine Ladestation unter 50ct pro kW. 2 Liter Diesel kosten etwa 3,70 Euro. Irgendwas passt also mit eurer Rechnung nicht.

    1. Der Autor hat lediglich einen Vergleich zum Brennwert von Dieselkraftstoff aufgestellt. Dieser entspricht etwa 10 kWh pro Liter. Bei einem Verbrauch des CLA von etwa 20 kWh auf 100 km entspricht das etwa 2 Litern Diesel. Über Kosten hat der Autor nichts geschrieben.

  2. ihr habt schon gelesen, dass dort optimal vorklimatisierte Batterie steht?

    das wie verbrenner warm fahren, verbrauch auf 0 setzen und nach 35km sagen, schaut mein 4l diesel hat es auf 3,7l geschafft…

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