Aus der Stärke einer inzwischen etablierten Smartphone-Marke heraus, schafft Xiaomi gerade seinen Aufstieg in seiner komplett anderen Branche, die noch einmal mehr abverlangt und seine Kunden nur schwer an neue Marken abgibt. Aber nach zwei erfolgreichen Jahren sieht es gut aus, Xiaomi könnte tatsächlich den Durchbruch schaffen.
2025 war noch erfolgreicher für Xiaomi, auch das zweite Elektromodell ist direkt eingeschlagen, YU7 hat sich direkt sehr stark verkauft. Im letzten Monat des Jahres 2025 konnte man außerdem die 50.000 Einheiten je Monat knacken, zum ersten Mal und daher wieder einmal ein neuer Rekord. Xiaomi hat sein Jahresziel von über 400.000 Einheiten pro Jahr locker erreicht. Und das allein in China.
2026 wird man sich noch einmal nur auf den Heimatmarkt konzentrieren, jedoch die Produktion weiter ausbauen müssen, denn es kommen weitere Modelle. Vier neue sind für 2026 geplant, wobei darunter zwei neue Ausgaben für YU7 und SU7 sind, außerdem wird es zwei neue SUVs mit Range-Extender geben.
550.000 Einheiten sei das Jahresziel für 2026. Und im Jahr darauf kommt Xiaomi unter anderem nach Europa.
Livestream soll Kritiken entkräften und mit viralen Lügen aufräumen
Dass bei den chinesischen Herstellern hin und wieder etwas anders als bei uns in Europa ist, zeigt außerdem ein Livestream vom vergangenen Wochenende. Dabei ging der Xiaomi-Chef höchstpersönlich auf einige aktuelle Themen ein, äußerste sich zu Sicherheitsfragen und entkräftete sogar einige Fake-Videos aus dem Netz.
Tatsächlich würde es in chinesischen Netzwerken verschiedene Videos geben, welche die mangelnde Sicherheit der Xiaomi-Elektromodelle zeigen sollen. Dabei wird in der Regel aber nicht nur gelogen, sondern mit Hilfe von veränderten Schnittbildern dafür gesorgt, dass ein komplett falscher Eindruck entsteht. Ziel, so Lei Jun: Der Marke schaden.
Der Xiaomi-Chef hat im Video außerdem ein YU7 im Video zerlegt, um auf einzelne Bauteile einzugehen, damit er die Sicherheitsaspekte des Fahrzeugs besser erklären kann. Später stellte man sich den Fragen der Community. Wann hat das zuletzt ein deutscher CEO eines Autobauers gemacht? Vielleicht hätte das VW sogar gut getan in den letzten Jahren, da etwas offener zu sein.

Ein weiterer Punkt der Kritik, betrifft dabei etwa den „falschen Vergleich“. YU7 ist ganz klar ein Mittelklasse-Fahrzeug, wird aber zu oft mit deutlich höheren Preisklassen verglichen. Dieses Ei hat sich Xiaomi gewissermaßen auch selbst gelegt, denn das SUV wirkt hochwertig und wurde durchaus schon als Mix aus Premium und Performance für Familien beschrieben.
YU7 Grundgerüst aus 2200 MPa Stahl, eines der stärksten Material in Serienfahrzeugen:

Es ist natürlich auch ein Spiel mit dem Feuer, auf Gerüchte und virale Videos einzugehen. Betroffene Hunde bellen, sagt man jedenfalls bei uns. Andererseits mag ich die Nahbarkeit des Xiaomi-CEOs, das sieht man sonst nicht so häufig. Lei Jun zeigt, dass er hinter seinen Autos steht, hinter den Entscheidungen und den Produkten, er zeigt Haltung und Stolz.
