BYD hat bereits viele Marktanteile im vergangenen Jahr sich sichern können, allein in Deutschland wuchs die Marke um satte 708 Prozent. Aber man ist immer noch sehr klein, das soll sich 2026 zunehmend in Europa und Deutschland mit vielen neuen Produkten weiterhin ändern.
Ein großes Ding dabei ist, dass BYD den Ausbau des Vertriebs weiterhin vorantreibt. Man hat von 26 auf über 150 Standorte aufgerüstet, bis Ende 2026 sollen es insgesamt 350 Standorte sein. Schon heute würde man nach eigenen Angaben über 90 Prozent der relevanten Marktsegmente vom A- bis zum E-Segment abdecken können – das Angebot an Modellen ist umfangreich.
Premium-Stromer und Schnellladen mit 1.000 kW
2026 geht es mit neuen Elektroautos weiter, aber auch neue Hybride kommen nach Europa. Im Fokus steht derzeit jedoch der Ausbau der Premium und Luxusmarken, darunter die Einführung der Modelle Denza Z9GT und D9. Damit einhergehend wird die Infrastruktur des Megawatt-Ladens eingeführt, bis zu 300 Standorte sollen bis Ende 2026 in Europa mit 1.000 kW Ladeleistung entstehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Das neue BYD-Werk in Ungarn soll noch im ersten Halbjahr 2026 mit der Produktion beginnen. Alle Fahrzeuge aus diesem Werk unterliegen dann nicht mehr den hohen EU-Zöllen für China-Importe, sodass BYD nicht nur mehr Marge hat, sondern wohl auch mit den Preisen beim Endkunden attraktiver werden kann.
Man merkt jedenfalls, dass BYD jetzt mit einem anderen Tempo und Plan vorgeht. Man denkt nicht, dass sich in Deutschland einfach eine fremde Marke über einen Onlineshop verkaufen lässt. Stattdessen gibt es einen großen Vertriebsapparat und alles was dazugehört. Das ist der richtige Weg, auch wenn er beschwerlich und teuer ist.
Reichweite und Ladeleistung muss in der Mittelklasse besser werden
Ich bin gespannt, ob es BYD in den kommenden Jahren wirklich schafft, eine viele gefahren Marke auf deutschen und europäischen Straßen zu sein. Für mich braucht es da bei den Mittelklasse-Modellen noch deutlich mehr Power am Schnelllader und mehr Grundreichweite, das fand ich in den letzten Jahren etwas schwach.
Zuletzt habe ich wieder die Seal-Limousine gesehen, die fand ich wirklich optisch attraktiv. Daran dürfte es jedenfalls nicht scheitern. Wir wir zuletzt berichtet hatten, sind es eher die Preise, besonders beim Blick auf die Kurse aus China, da muss in Europa noch einiges passieren.
