Das Warten hat ein Ende: VW nennt wichtige Details zum ID. Polo und ID. Cross für 2026

VW ID. Cross Konzept 8

Volkswagen plant für 2026 zwei neue Flaggschiff-Produkte, doch sie sind jeweils nur knapp 4 Meter kurz. Allerdings wird man mit ID. Polo und ID. Cross einen sehr großen Markt betreten und das Volumen der Elektroauto-Verkäufe damit sehr stark hochfahren. 2026 spricht man bei VW von einer „neuen Generation“ der ID.-Modelle, daran hängt verdammt viel.

Zunächst geht der ID. Polo an den Start, das erste Elektroauto von VW mit einem klassischen Markennamen. Der vollelektrische Polo soll dem Verbrenner in nichts nachstehen und die gewohnten VW-Gene in sich tragen: hohe Qualität, einfach zu bedienen und zuverlässig. Bei der Reichweite nennt VW maximal 450 Kilometer nach WLTP-Standard mit dem 52 kWh Akku.

Ein wirklich starker Punkt: In unter 23 Minuten soll der Akku auf 80 Prozent geladen sein. Damit eignet sich der elektrische Polo auch durchaus für die Langstrecke (175 km/h in der Spitze). Stauraum gibt es auch für Urlaubsreisen, mit hochgestellten Rücksitzen passen hinten bereits 435 Liter rein. Mein 4,60 Meter langer Hyundai IONIQ 5 ist mit 460 Liter kaum größer.

VW ID. Polo Schnelllader

Beim sogenannten ID. Cross steckt im Grunde genommen dieselbe Plattform drin, aber das Fahrzeug ist mit 4,16 Meter einen Hauch länger und die Dachlinie ist höher. VW bewirbt hier ganz speziell genügend Platz für bis zu fünf Personen und das Kofferraumvolumen von satten 450 Liter. Ist das nicht genug, gibt es vorn den Frunk mit 25 Litern. Die Reichweite beim Cross wird mit 420 Kilometer angegeben.

VW ID. Cross Konzept 2

Außen gibt es VW-Design, innen hohe Qualität und echte Knöpfe

Wenn wir uns das alles angucken, dann sind beide neuen ID-Modelle sehr stimmig. Sie sind klein, aber bieten sehr viel Platz und können dank der guten Performance am Schnelllader sogar auf der Langstrecke vernünftig bewegt werden. Mit der Rückkehr klassischer Tasten im Innenraum will VW die schlimmste Kritik der letzten Jahre vergessen machen, auch die Qualität wird wieder hochgefahren.

Insbesondere der Innenraum des ID. Cross ist für mich eine beige Augenweide. Das ist so weit weg vom Plastiklook der letzten Jahre und wirkt dadurch sehr einladend. Man geht hier auch weg vom typischen Elektroauto, der gar nicht notwendige Mitteltunnel bleibt stattlich, aber wird für Stauraum eingesetzt. Bei den Bildschirmen versucht VW diesmal kein Experiment.

VW ID. Cross Konzept 3

Bei den Topmodellen gibt es über 200 PS, der ID. Polo ist außerdem als GTI geplant. Wirklich krass: Kleinwagen von diesem Format kommen ab Werk auf 20 Zoll großen Rädern. Der Polo meiner Frau von vor 20 Jahren stand auf weniger als 15 Zoll. Die Zeiten haben sich deutlich geändert, das erkennt man immer wieder an den Maßen moderner Fahrzeuge.

Ein weiterer wichtiger Punkt in meinen Augen: Durch den Elektroantrieb kommt der neue Polo sehr viel schneller vom Fleck. Der Bestwert liegt bei unter sieben Sekunden für 0 auf 100 km/h, da braucht der Verbrenner-Polo mit 116 PS mit zehn Sekunden deutlich länger. Das erlaubt beim ID. Polo eine sehr agile Fahrweise, man ist kein Hindernis.

Die wichtigsten Eckdaten des ID. Polo:

MarktstartHerbst 2026
PlatformMEB+
AntriebElektro, Frontantrieb
Batteriegrößen37 kWh LFP, 52 kWh NMC
Leistung166 kW / 226 PS
Ladezeit (DC)10 bis 80% in unter 23 min
Reichweite (WLTP)bis 450 km
0-100 km/h< 7s
Vmax160 km/h
Länge4.053 mm
Breite1.816 mm
Höhe1.530 mm
Radstand2.600 mm
Kofferraumvolumen435 l (Rücksitz hoch), bis 1.243 l (Rücksitz umgeklappt)
Räder225/40 R20

Die wichtigsten Eckdaten des ID. Cross:

AntriebMEB+, Frontantrieb
Leistung155 kW / 211PS
Reichweitebis zu 420 km (WLTP)
Vmax175 km / h
Länge4.161 mm
Breite1.839 mm
Höhe1.588 mm
Radstand2.601 mm
Stauvolumen mit 5 Personen an Bord450 l +25 l Frunk
Stützlast75 kg
Anhängelast (maximal)1.200 kg (gebremst, 8 Prozent Steigung)
Räder235 / 40 R21

3 Gedanken zu „Das Warten hat ein Ende: VW nennt wichtige Details zum ID. Polo und ID. Cross für 2026“

  1. Das helle Armaturenbrett wird Probleme geben. War damals bei der ersten ZOE auch so hell. Es gab solche Speigelungen dass man Radfahrer glatt übersehen konnte. Renault tauschte damals ohne Kosten alle aus gegen dunkle Armaturenbretter. Warum wiederholt ein anderer Hersteller nun diesen Fehler ?

  2. Leider hat VW wiedermal keinen Mut besessen, den ID-Cross so zu gestalten, wie die o.g. Studie. Immer hört man das Argument, man müsse einen VW erkennen, um die Kunden nicht zu erschrecken. Wenn dieses Fahrzeug wirklich so auf den Markt kommt, wie die ersten Bilder eines in Teilen unverschleierten Modells, dann ist der Unterschied zum Verbrenner T-Cross oder auch T-Roc nur marginal.

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