YouTube gibt Eltern mehr Kontrolle, durch wie viele Shorts ihre Kinder wischen

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Bild: Google

YouTube stattet Eltern mit neuen Werkzeugen aus, um die Nutzung ihrer Kinder besser zu steuern. Im Zentrum steht eine Zeitbegrenzung für den Shorts-Feed, die zwischen 15 Minuten und zwei Stunden eingestellt werden kann. Eine komplette Sperrung soll bald möglich sein. Minderjährige haben keinen Zugriff auf diese Einstellung und können sie weder anpassen noch deaktivieren.

„Dies ist eine branchenweit einzigartige Funktion, die Eltern die volle Kontrolle darüber gibt, wie viel Kurzform-Content ihre Kinder schauen“, erklärt Jennifer Flannery O’Connor, Vice President Product Management bei YouTube. Die Plattform betont dabei die Flexibilität: Eltern können das Limit auf null setzen, wenn Hausaufgaben anstehen, und es für lange Autofahrten auf 60 Minuten anheben.

Ergänzend führt YouTube anpassbare Erinnerungen ein. Eltern können festlegen, wann ihre Kinder eine Pause einlegen oder ins Bett gehen sollten. „Wir glauben daran, Kinder in der digitalen Welt zu schützen, nicht vor der digitalen Welt“, so O’Connor weiter.

Die Neuerungen bauen auf YouTubes Bemühungen auf, Minderjährige zuverlässiger zu identifizieren. Seit vergangenem Jahr setzt die Plattform auf KI-gestützte Altersschätzung. Künftig wird auch die Kontoerstellung überarbeitet: Eltern können dann direkt beim Anlegen eines Accounts die Alterskategorie ihres Kindes wählen.

Wie wirksam diese Maßnahmen tatsächlich sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Eltern müssen die Funktionen aktiv nutzen, und es bleibt offen, ob Jugendliche nicht einfach auf weniger regulierte Plattformen ausweichen. Instagram und TikTok haben allerdings schon in der Vergangenheit ähnliche Features eingeführt.

Parallel zu den Kinderschutzmaßnahmen verschärft YouTube auch die Kontrolle zahlender Kunden. Premium-Family-Nutzer, die ihr Abo mit Personen außerhalb des eigenen Haushalts teilen, erhalten Verwarnungen per E-Mail. YouTube prüft den Standort automatisch und entzieht bei Verstößen die Premium-Vorteile. Auch gegen VPN-Nutzer, die sich günstigere Auslandspreise sichern wollen, geht die Plattform härter vor.

via The Verge

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