In den letzten Jahren ging es an keinem vorbei: KI ist das Trendwort schlechthin und befeuert einige Wirtschaftsbereiche derzeit überproportional. Dadurch werden jedoch wichtige Bauteile für andere Branchen knapp und teuer, das bringt Smartphone-OEMs wie Xiaomi, Oppo und Co. zunehmend in Bedrängnis.
Durch den großen KI-Hype ist die Nachfrage nach diversen Chips und Speicherbausteinen rasant angestiegen. Aber es kann nicht jeder ausreichend bedient werden. Namhafte Hersteller wie Micron und SK Hynix geben an, dass ihre Produktionskapazitäten für das Jahr 2026 bereits vollständig ausgebucht sind.
2026 wird wieder vom Chipmangel dominiert
Inzwischen geraten die Smartphone-Hersteller ins Hintertreffen, sie scheinen die notwendige Anzahl an Speicherbausteinen für ihre Smartphones nicht erhalten zu können und müssen daher ihre Zahlen für 2026 deutlich nach unten korrigieren. Die Rede ist von bis zu 20 Prozent niedrigeren Lieferzielen.
Der entscheidende Punkt ist, dass durch die Nachfrage die Preise steigen und das wird zum Problem für die Smartphone-Hersteller. Von Samsung war zuletzt zum Beispiel immer wieder zu lesen, dass man die Preise unbedingt halten wollte, damit das Apple-Problem nicht noch weiter wächst.
Zumindest bei den Flaggschiff-Smartphones sehen wir einen brutalen Preiskampf, den derzeit eigentlich nur Apple gewinnt. Während man dort die hohen Preise gewohnt ist, sie sind vom Markt akzeptiert, sieht das in der Android-Welt ein wenig anders aus. Honor, Vivo und Co. sind nun trotzdem so teuer wie Apple.
Kein anderer Hersteller sollte die Apple-Preise mitgehen
Ich persönlich glaube, dass die Hersteller im Android-Ökosystem nicht die Preise von Apple gehen sollten, auch wenn es aktuellste Highend-Hardware im Gegenzug dafür gibt, zum Beispiel bei den Kameras. Mit Preisparität wird kein Android-OEM jemals Stückzahlen wie Apple erreichen.
Dass die hohen Preise jedoch zuletzt dem Wachstum nicht im Wege standen, sehen wir beim Blick auf das letzte Jahr. Unterm Strich hat sich Apple als Marktführer behaupten können, abgesehen davon ist der gesamte Markt gewachsen, obwohl sich OEMs wie Xiaomi zuletzt auf eine „Premiumisierung“ fokussiert hatten.
Das Problem mit den steigenden Preisen betrifft freilich auch die günstigeren Preisklassen. Das führt bei Herstellern wie Xiaomi dazu, dass man neueste Redmi-Smartphones immer noch als Basisversion ohne 4G anbietet. Davon würde ich jedoch unbedingt abraten, das Geld sollte man sich deshalb nicht sparen.
