Die Krisen und Veränderungen der letzten Jahre haben die Rendite aufgefressen, die VW-Marken haben teilweise massiv eingebüßt. Um das langfristig wieder in eine bessere Bahn zu bekommen, hat VW jetzt ein „markenübergreifendes Steuerungsmodell“ angekündigt, um mit der Brand Group Core wieder mehr Geld zu verdienen.
Die angekündigten Veränderungen werden dafür sorgen, dass es weniger Entscheidungsträger und Umwege gibt. Daraus resultieren schnellere Entscheidungen, also mehr Effizienz. Ein neugeformter Markengruppenvorstand übernimmt künftig die oberste Entscheidungsgewalt über die Marken Volkswagen, Škoda, SEAT/CUPRA und Volkswagen Nutzfahrzeuge.
Volkswagen hat einen neuen Plan für seine Kernmarken VW, Skoda, Seat und Cupra
VW kann dadurch die Anzahl der Vorstandsmitglieder innerhalb der beteiligten Volumenmarken bereits bis zum Sommer 2026 um ein Drittel reduzieren. Dabei unterstehen die Kernbereiche Produktion, Technische Entwicklung und Beschaffung künftig direkt der Führung des neuen Markengruppenvorstands statt den Einzelmarken.

Wie bereits vor wenigen Wochen bekannt wurde, teilt VW nun das Unternehmen in fünf spezialisierte Produktionsregionen auf. Dabei gibt es Regionsleiter, die marken- und länderübergreifende Verantwortung übernehmen. Somit ist nicht mehr eine Marke für „ihre“ Werke zuständig, sondern eine Führungskraft für seine gesamte Region.
Bis 2030 möchte VW durch diese Maßnahmen bis zu einer Milliarde Euro einsparen. Zugleich werde man die Rendite der Marken nachhaltig steigern können und auch die Wettbewerbsfähigkeit soll davon profitieren. Schon seit Jahren kämpft VW gegen alte Strukturen, die aufgebläht sind und extrem viel Geld kosten, aber schnelle Innovationen verhindern.
VW will weltweit in „china speed“ abliefern
In China hat VW bereits zeigen können, in welch kurzer Zeit neue Konzepte zu fertigen Fahrzeugen werden können. Dort noch mit Hilfe der eigenen Joint-Venture, aber es geht in die richtige Richtung. Um wirklich „china speed“ liefern zu können, benötigt es jedoch vereinfachte Strukturen und wenige entscheidungsfreudige Führungskräfte.
Ich kann nur sagen, dass man auf einem richtigen Weg ist, wenn die alten Strukturen endlich umfassend aufgebrochen werden. Auch wenn Köpfe rollen und Stellen wegfallen, nur mit einer effizienteren Arbeitsweise haben Konzerne wie Volkswagen wirklich noch eine Chance in Zukunft.
