Elektroautos haben immer noch ein Problem und das ist ganz klar der Winter. Dabei reduzieren sich Reichweite und Ladeleistung teilweise deutlich, wenn wir dem Gefrierpunkt nahe sind. Nun hat der ADAC getestet und verrät die besten Elektroautos im Winter 2026 – die allesamt ziemlich teuer sind.
ADAC hat im Reichweitentest natürlich die Fahrzeuge mit den größten Akkus nehmen müssen, hier sehen Kleinwagen wie Renault 5 keinen Stich. Auf dem ersten Rang ist diesmal kein Tesla, sondern der Audi A6 Avant e-tron Performance. Bei der erzielten Reichweite und beim Nachladen in 20 Minuten gab es die Bestleistung.
BYD kann mit aktuellen Modellen nicht gerade glänzen
Knapp vor dem Tesla Model Y Premium mit Allrad, das zweite Modell mit einer Gesamtnote „gut“. Eigentlich versagt der Tesla im Vergleich nur mit seiner sehr schwachen Ladeleistung, die Amerikaner haben in den letzten Jahren in diesem Bereich einfach gar keine Fortschritte gemacht. Selbst VW ist besser und die 800-Volt-Plattformen der meisten Konkurrenten sind es sowieso.
In einer Simulation bei einer Außentemperatur von 0 Grad Celsius erreichte der Audi eine reale Autobahn-Reichweite von 441 Kilometern. Derweil konnte das Tesla Model Y mit dem besten Verbrauch glänzen und kam noch auf 22,2 kWh. Eine absurde Niederlage fuhrt der BYD Sealion 7 ein, da attestierte man eine Reichweite von unter 300 Kilometer und mehr als 35 kWh Verbrauch.
800 Volt ist der Gamechanger für kurze Pausen
Was ich aus dem eigenen Alltag weiß und der ADAC bescheinigt: 800 Volt sind der entscheidende Vorteil auf der Autobahn, denn die meisten Elektroautos mit so einer Plattform können in unter 20 Minuten das Fahrzeug auf 80 Prozent vollladen oder in dieser Zeit zumindest Hunderte Kilometer nachladen.
Auf der 582 Kilometer langen Teststrecke zwischen München und Berlin kamen lediglich der Audi und der eher sperrige Smart #5 mit nur einem einzigen Ladestopp ans Ziel. Eine hoffe Effizienz können eine schwache 400-Volt-Plattform zumindest teilweise ausgleichen, das hält man Tesla Model Y und VW ID. 7 zugute.

Schnellladen geht auch im tiefsten Winter, wenn man ein wenig plant
Wie wir am Listenpreis sehen, müssen 800-Volt-Modelle nicht teurer sein, siehe Smart #5, Hyundai IONIQ 5 und KIA EV6. Ich selbst bin erst vor wenigen Tagen wieder mit meinem IONIQ 5 unterwegs gewesen, auf der Hinfahrt hatten wir einen Ladestopp von nur 20 Minuten für 8 auf 80 Prozent (mit Vorkonditionierung), auf dem Rückweg hatte uns die Säule mit nur 150 kW im Stich gelassen.
