YouTube-Werbung und VPN: Warum uns die Tunnel-Dienste so hartnäckig verfolgen

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YouTube hat zwei verschiedene Arten von Werbung und gegen die Sponsorings in Videos hilft auch kein YouTube Premium. Was fast noch nerviger ist: Einige Unternehmen buttern derart aggressiv und viel Geld rein, dass man an ihnen gar nicht vorbeikommt. Jetzt schon seit Jahren sehr präsent: VPN-Anbieter.

Es ist nicht so, dass jeder zwingend einen VPN-Dienst benötigen würde und man sich damit das wichtigste Tool überhaupt reinholt, doch genau diesen Eindruck könnte man gewinnen. Bei sehr vielen YouTube-Creatorn gewinnt der Sponsor, der die dickste Kohle abwirft und nicht der, der möglicherweise zu den Inhalten passt.

Und am meisten Geld werfen in den letzten Jahren ganz eindeutig die VPN-Anbieter ab. Ein Nutzer hat ein Tool entwickelt, um die Sponsoring-Struktur auf YouTube zu prüfen. Auch wenn es dabei vermutlich weniger um deutsche YouTuber ging, ist das Ergebnis sicherlich auch teilweise auf deutsche Kanäle übertragbar.

Sie zahlen viel und handeln schnell: VPN-Dienste dominieren die Sponsorings in Videos

Es ergab sich für dieses Ranking ein Sponsoring von über 543 YouTube-Kanälen und mehr als 3.800 Videos, in denen NordVPN der zahlende Sponsor gewesen ist. Irgendwie erschreckend: Betterhelp, ein Unternehmen für „psychische Gesundheit“, folgte schon auf dem zweiten Platz mit 537 YouTube-Kanälen und 2.000 Videos. Rang drei war mit Surfshark schon wieder ein VPN-Angebot: 527 YouTube-Kanäle und 2.600 Videos.

Sobald man ein etwas größerer Kanal mit guten Aufrufzahlen ist, wird man quasi automatisch kontaktiert, schreibt „Matt Lowne“ (über 630.000 Abonnenten) in einem Kommentar. Auch der Autor des Beitrags wollte es probieren: Mit seinem Kanal, kleiner als 30.000 Abonnenten, hat er ein NordVPN einen Tag nach seiner Anfrage direkt erhalten.

Ein weiterer Kanal-Inhaber (weniger als 70.000 Abonnenten) äußert sich dazu, was an Geld fließen könnte: „Ich habe gerade einen Vertrag über die Integration von drei 60-Sekunden-Videos mit einem Projekt im Wert von über 20.000 Dollar abgeschlossen.“

Sponsorings werden angenommen, weil sie viel abwerfen und nicht weil sie so gut passen

Ich sehe zumindest bei jüngeren Kanalbetreibern das große Problem, dass einfach jedes gut bezahlte Sponsoring übernommen wird. Das Produkt muss nicht passen, es muss eigentlich nur legal sein. Andererseits kann man es vielen nicht verübeln, wenn man sehr viel Geld gewunken wird und ein einziger Deal vielleicht die Miete für zwei Jahre bezahlt.

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