Ausgerechnet in der kritischen Jahreszeit scheinen Pixel Wetter und Google Wetter manchmal komplett zu versagen. Sie zeigt falsche Temperaturen an, hat äußerst unpräzise Vorhersagen für Schnee und Sturm. In den Foren ploppen gerade stündlich viel diskutierte Beiträge auf, dass die Wetter-App von Google komplett versagt.
Das Problem bei Google und zumindest in den USA, dort wo gerade besonders häufig Probleme mit falschen Vorhersagen gemeldet werden, liegt wohl an mehreren Gründen. Einerseits wurde die entsprechende Behörde stark finanziell beschnitten, die kann nicht mehr die notwendige Leistung bieten, um maximal korrekte Daten zu liefern.
KI übernimmt und macht nicht alles besser
Andererseits schieben viele auch die Schuld auf die neuartigen Wetterberechnungen von Google. Es ist nicht mehr so, dass Google einfach Wetterdaten von bekannten meteorologischen Angeboten bezieht, sondern inzwischen verstärkt auf eigene KI-Berechnungen setzt. Kritisiert wird von Nutzern dabei auch der KI-Wetterbericht, der teilweise gravierende Fehler macht.
Wir opfern die Genauigkeit realer Wetterdaten zugunsten von „KI-Wetterberichten“, die mir einen „frischen Morgen“ versprechen, während ich mitten in einem Schneesturm stehe, den die App gar nicht wahrnimmt. Google hat ein perfekt funktionierendes Hilfsmittel durch eine generative Ratemaschine ersetzt.
Ein heftiger Sturm zieht über den Nordosten der USA. Alle Wetterseiten, die ich besuche, sagen 18 bis 30 cm Neuschnee für meine Gegend voraus. Die Wetter-App meines Pixels? 48 cm. Entweder weiß Google etwas, was alle anderen nicht wissen, oder es ist einfach nur eine miserable KI, die rät.
Statt viele verschiedene Datenpunkte abzugreifen und die für den Nutzerstandort relevanten Daten anzuzeigen, scheint Google vermehrt auf KI-Simulationen zu setzen, die dann jedoch falsch liegen oder zumindest sehr ungenau sind. In Foren wie Reddit findet man unzählige Beiträge und Kommentare von Nutzern, die in diesem Winter vom Wetter überrascht worden sind, weil es komplett anders war, als es von App prognostiziert wurde.
Wetter-Apps sind manchmal zu einfach gestrikt
In einem Beitrag der NY Times heißt es zu diesem Thema: „Wetter-Apps liefern oft Rohdaten ohne zusätzliche Einordnung, was bei unvorhersehbaren Wetterlagen zu einer hohen Fehlerquote führt.“
Schlussendlich ist es wohl ein Mix aus verschiedenen Ursachen. Google berechnet immer großflächiger mit der KI und setzt dabei weniger auf den Bezug aus verschiedenen Datenquellen. Es werden zu wenige Wettermodelle hergenommen und das führt zu ungenauen Vorhersagen. Zugleich gab es zumindest in den USA starke Einkürzungen bei den Wetterbehörden, auch das sehen viele als einen Grund.
Was kann ich als Nutzer tun? Zumindest in den relevanten Monaten, im Winter, etwas mehr auf die Daten des lokalen Wetterdienstes schauen und weniger in die KI-gestützte Smartphone-App des amerikanischen Anbieters.