Volkswagen hat demnächst mehrere neue Elektroautos für uns parat, zum Teil von der Kernmarke VW selbst und zu Teilen von den anderen Marken wie Skoda und Cupra. Im Fokus steht trotz der Erfolge der anderen Marken jedoch vor allem VW.
Während man beim ID.4 auf ID. Tiguan geht und der ID.2 als ID. Polo kommt, behält der ID.3 seinen Namen und wird durch den Zusatz „Neo“ ergänzt. VW will bei diesem Modell noch nicht auf ID. Golf wechseln, das wird ein eigenständiges Modell in zwei oder drei Jahren. Bis dahin werden Elektro-Fans in dieser Klasse auf den ID.3 Neo zurückgreifen können.

VW hat im Vorfeld ein neues Design versprochen und man probiert sicherlich möglichst viel aus dem ID.3 rauszuholen. Das Design mit der sehr kurzen Schnauze, mit der steilen Scheibe vorn, das hat man intern als großen Fehler abgetan. Das Fahrzeug heizt sich innen zu schnell auf und lässt sich schwieriger kühlen, galt als einer der Nachteile.
ID.3 Neo soll im Frühjahr vollständig enthüllt werden
Abgesehen davon kann man auch an Front und Heck einiges besser machen. VW schlägt mit dem ID.3 Neo nach eigenen Angaben „ein neues Kapitel“ auf. Die ersten Skizzen zum ID.3 Neo offenbaren einen VW-typischeres Design. So gut es geht, will man die Fehler des ID.3 ausmerzen, was sich meines Erachtens bereist erkennen lässt. Noch im April 2026 will VW den finalen ID.3 Neo vollständig enthüllen.

Technische Neuerungen wird es auch einige geben. Vehicle-to-Load (zum laden externer Geräte), echtes One-Pedal-Driving, ein Elektromotor mit mehr Effizienz für mehr Reichweite, eine LFP-Batterie für die 58 kWh Version, ein größerer Tachobildschirm, ein neues Infotainment auf Android-Basis mit App-Angebot, echte Schalter und Tasten statt Touch – da steckt einiges Neues drin.

Die Reichweite beim größten Akku (79 kWh) liegt dann vielleicht bei 650 Kilometern und wahrscheinlich kommt der ID.3 Neo erstmals als elektrischer GTI. Weniger Fortschritt erwarten wir beim Ladevorgang, da hoffen wir jedoch auf stabilere Ladekurven. Das System unter der Haube bleibt MEB mit 400 Volt, erst beim ID. Golf steckt SSP mit 800 Volt drunter.
Ich habe den ID.3 weitestgehend geliebt, als wir ihn über das Abomodell für anderthalb Jahre gefahren sind. Fahrwerk, Lenkung, Sitze, Fahrtruhe – das war alles top. Eigentlich störten nur das eher langsame Infotainment und die schwache Ladeleistung. Wenn das nun weg ist, kann ich mir den ID.3 Neo auch wieder gut vorstellen als nächsten „Daily Driver“.
Dieses Blau wird wohl die Signature-Farbe des ID.3 Neo sein:


Wird Zeit das er kommt, da die ID3 Verkäufe in Deutschland aktuell schlechter als die Škoda Elroq sind!
Zur Info: Der Neo ist ein „Zonal-Lite-Hybrid“.
Das bedeutet, dass VW beim Neo nicht die komplette Hardware-Architektur (wie bei der rein zonalen CEA in China) ausgetauscht hat, sondern die bestehende MEB-Plattform punktuell mit Elementen der zonalen Architektur „geimpft“ hat.
Die Effizienz-Gewinne, die VW durch die radikale zonale Entwicklung der CEA mit XPENG in China erzielt hat, wurden als „Best Practices“ in die Optimierung des ID.3 Neo übernommen. Das betrifft vor allem die Reduzierung der Komplexität im Kabelbaum und die schnellere Datenübertragung zwischen den verbliebenen Steuergeräten.
(Es wird spannend zu sehen sein wie die es Zwickau umgesetzt wird.)
Durch die neue Software-Generation 6.0 fungiert der ICAS 3 im Neo als eine Art „Master-Zone“ für den Innenraum. Das bedeutet, dass Daten von Kameras und Sensoren zentraler verarbeitet werden, was die Latenz verringert und komplexere Funktionen wie den neuen Travel Assist mit Ampelerkennung ermöglicht.
Das System im ID.3 Neo ist im Durchschnitt 3- bis 5-mal schneller als das alte System, sie werden es glaube ich gut finden.
Somit zumindest in Europa für den Markt nicht schlecht und das beste gegenüber Stellantis, Ford (Meb+ im Vertrag enthalten? )und Renault.
Für 2-3 Jahre sollte das reichen bis dann endlich SSP in Wolfsburg Einzug hält.